Fußball
Club wahrt Bundesliga-Chance

Das war das 1:0 für den 1. FC Nürnberg: Nach einer Freistoßflanke lenkte Eintracht-Verteidiger Marco Russ (rechts) das Leder ins eigene Netz. Bild: dpa

Der 1. FC Nürnberg hat die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga vor Augen. Nach einem schmeichelhaften 1:1 bei Eintracht Frankfurt kann der Club am kommenden Montag im Rückspiel den Wiederaufstieg perfekt machen.

Frankfurt/Main. Ungeachtet vom Drama um den Krebspatienten Marco Russ hat sich auch Eintracht Frankfurt eine kleine Chance auf den Verbleib in der Fußball-Bundesliga erhalten. Beim 1:1 (0:1) gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg im ersten Relegationsspiel steckten die Hessen am Donnerstagabend auch den sportlichen Rückschlag eines Eigentores durch ihren Kapitän weg (43. Minute). Mijat Gacinovic gelang in der 65. Minute vor 51 500 Zuschauern der Ausgleich für das Team von Trainer Nico Kovac.

"Wichtig war, dass wir den Ausgleich noch geschossen haben. Ich glaube, wir waren heute die bessere Mannschaft", sagte Eintracht-Torjäger Alexander Meier in der ARD. "Hauptsache, wir schaffen die Relegation - egal, wer da auf dem Platz steht." Gästetrainer René Weiler war mit dem 1:1 sehr zufrieden. "Ich denke, mit dem Punkt und dem Unentschieden können wir leben."

Trotz der niederschmetternden Diagnose hatte der Eintracht-Kapitän am Mittwochabend Grünes Licht für einen Einsatz gegeben. Auch als Trainer Niko Kovac ihn wenige Stunden vor dem Anpfiff noch einmal fragte, bekam er nur eine Antwort: Russ wollte unbedingt dabei sein. Und angetrieben von ihrem Kapitän starteten die Frankfurter druckvoll. Schon in den ersten zehn Minuten erspielten sich die Gastgeber drei Eckbälle. Bereits in der siebten Minute hatte die Eintracht die erste gute Chance. Stefan Aigner scheiterte aber am Nürnberger Torwart-Routinier Raphael Schäfer. Nach gut einer Viertelstunde ebbte der Anfangsschwung der Hessen aber ab. Der Zweitligist konnte die Partie offen gestalten. Wie schon in der gesamten Saison wurde bei der Eintracht deutlich, dass die Offensive keinen Erstliga-Ansprüchen genügt. So plätscherte die Partie die meiste Zeit dahin, ehe die Nürnberger zwei Minuten vor der Pause völlig überraschend in Führung gingen. Nach einem Freistoß des wiedergenesenen Sebastian Kerk behinderten sich Russ und Makoto Hasebe völlig unbedrängt, ehe Russ den Ball zum Entsetzen aller Frankfurter ins eigene Tor lenkte. Nach der Pause dauerte es eine Viertelstunde, ehe die Hausherren wieder etwas Schwung aufnahmen. Dennoch fiel der Ausgleich durch Gacinovic überraschend. Der Serbe traf auf Zuspiel von Timothy Chandler. Doch mehr war für den Erstliga-16. nicht mehr drin.
Weitere Beiträge zu den Themen: 1. FC Nürnberg (144)Fußball-Bundesliga (83)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.