Fußball
Der König der Tore

Nur zwei Spieler waren jemals teurer: 90 Millionen Euro überweist Juventus Turin für Gonzalo Higuaín an den SSC Neapel. In der nächsten Saison hat der italienische Meister mit seinen Neuzugängen Großes vor. bild: dpa

Nur Cristiano Ronaldo und Gareth Bale waren teurer: 90 Millionen Euro lässt sich Juventus Turin die Verpflichtung von Torjäger Gonzalo Higuaín kosten. Der Rekord-Transfer soll auch Erfolge in Europa garantieren.

Turin. Mit Sonnenbrille und entspannt lächelnd winkt Gonzalo Higuaín den jubelnden Fans zu. Der Torjäger wird in Turin begeistert empfangen, Hunderte feiern ihn am Flughafen mit Sprechchören - die Fans von Juventus Turin haben große Hoffnungen in den Rekordtransfer. Mit dem 90 Millionen Euro teuren Neuzugang vom SSC Neapel soll wieder der Titel in der Königsklasse her. "Gonzalo Higuaín braucht keine Krone, um seinen Status als Nummer 1 zu beweisen: Es reicht die Euphorie der Juventus-Fans", urteilte die "Gazzetta dello Sport".

Higuaín selbst gab sich nach seiner Ankunft in Turin bescheiden. "Ich bin sehr glücklich, ich will trainieren und mich gut vorbereiten", versprach der Argentinier. Die Erwartungen in den neuen Juve-Star sind riesig. Immerhin erzielte der Torschützenkönig vergangene Saison 36 Ligatore in 35 Spielen und knackte damit sogar den Uralt-Rekord des Schweden Gunnar Nordahl von 35 Treffern aus dem Jahr 1950. Insgesamt traf er in der Serie A bislang 71 Mal. "Higuaín, der König der Tore. Juves Super-Angriff", schwärmte die "Gazzetta dello Sport".

Für den Vize-Weltmeister zahlen die Bianconeri die Ablösesumme von 90 Millionen Euro in zwei Raten. Damit wird Higuaín zum bislang teuersten Serie-A-Transfer vor Hernan Crespo und Gianluigi Buffon. Weltweit kosteten nur die Real-Profis Cristiano Ronaldo und Gareth Bale mehr. Pro Saison soll Higuaín 7,5 Millionen Euro verdienen, er unterschrieb einen Fünfjahresvertrag. "Willkommen bei Juve! Es ist großartig, dich in unserem Team zu haben", schrieb Teamkollege Sami Khedira auf Twitter.

Große Ziele


"Dieses Mal wollen wir die Champions-League gewinnen", versprach Trainer Massimiliano Allegri. Dem soll auch der Abschied von Paul Pogba nicht entgegenstehen. Der Wechsel des französischen Nationalspielers zu Manchester United für eine neue Rekordsumme jenseits der 100-Millionen-Grenze wird laut italienischen Medien immer wahrscheinlicher. "Pogba, weiterer Schritt in Richtung Manchester. Der Abschied steht bevor", schrieb "Tuttosport".

Dennoch geht Juve gestärkt in die neue Saison. Der sechste Titel in Serie scheint dem Club ohnehin kaum zu nehmen, nachdem er mit den Transfers von Higuaín und Miralem Pjanic die Konkurrenz schwächte. "Juve macht es wie Bayern München. Es kauft die stärksten Spieler der Rivalen", meinte "Tuttosport". AS Roms Kapitän Francesco Totti kritisierte den Higuaín-Wechsel gar als "Desaster".

Dieses Mal wollen wir die Champions-League gewinnen.Massimiliano Allegri
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