Fußball
DFB-Elf ohne Probleme gegen Nordirland

Dritter Sieg im dritten WM-Qualifikationsspiel: Die Mannschaft von Trainer Joachim Löw setzte sich in Hannover ohne Probleme gegen Nordirland durch. Sami Khedira (links, im Duell mit Steven Davis) markierte dabei das 2:0 per Kopf. Bild: dpa

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bleibt weiter in toller Herbstform. Gegen Nordirland gibt es für die Weltmeister den dritten ungefährdeten Sieg im dritten Spiel der WM-Qualifikation. Joachim Löw stellt einen Rekord von Sepp Herberger ein.

Hannover. Im Regen von Hannover haben die Fußball-Weltmeister ihre Fans erneut begeistert und den Weg Richtung WM in Russland 2018 fortgesetzt. Mit dem dritten klaren Sieg marschiert die deutsche Nationalmannschaft weiter ungefährdet an der Spitze der WM-Qualifikationsgruppe C. Ein schneller Tore-Doppelpack von Julian Draxler (13. Minute) und Sami Khedira (17.) sorgte am Dienstag in Hannover vor 42 132 Zuschauern für ein ungefährdetes 2:0 (2:0) gegen tapfer kämpfende Nordiren. Joachim Löw stellte mit seinem 94. Sieg als Bundestrainer die Rekordmarke von Sepp Herberger ein und kann sorgenfrei Richtung Jahresabschluss blicken.

Test gegen Italien


Mit 8:0-Toren und neun Punkten führt die DFB-Auswahl ihre Gruppe vor dem Überraschungsteam aus Aserbaidschan souverän an. Am 11. November ist der nächste Quali-Sieg in San Marino schon fest eingeplant, bevor es vier Tage später im letzten Länderspiel 2016 in einem Test in Mailand noch einmal gegen Italien geht.

Dann wird der Weltmeister-Trainer wohl auch wieder personell mehr experimentieren. Gegen die Nordiren vertraute er der Startelf, die am Samstag Tschechien mit 3:0 bezwungen hatte. Löw hatte angekündigt: "Die Mannschaft wird die richtigen Lösungen haben". Und sie hatte sie schnell parat. In der dritten Minute scheitert Mario Götze noch aus kurzer Distanz per Kopfball an Nordirlands Torwart Michael McGovern, der beim deutschen 1:0 im EM-Gruppenspiel im Juni in Paris Glanzparaden in Serie gezeigt hatte. Dass es dann nicht das von Mats Hummels vorausgesagte "Geduldsspiel" wurde, lag an der Effizienz im deutschen Offensivspiel.

Erst traf der Wolfsburger Draxler nach Ablage von Thomas Müller mit einem Flachschuss aus 17 Metern ins untere rechte Eck. Dann nutzte Khedira eine Verlängerung von Hummels per Kopf zum zeitigen 2:0. Es war der erste Treffer des Juventus-Stars seit dem WM-Halbfinale 2014 gegen Brasilien (7:1). Beide Treffer leitete der wie schon gegen Tschechien starke Spielmacher Mesut Özil ein.

Die Nordiren agierten bei norddeutschem Schmuddelwetter wie erwartet mit einer kompakten Defensive, vor der Fünfer-Abwehrkette hatten sie noch drei defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler platziert. Doch gegen die Wucht und die Kombinationen des Weltmeisters waren die Gäste überfordert. Die rund 2000 britischen Fans ließen sich die Laune nicht verderben und feierten wie bei der EM sich und ihr Team.

Elf Monate nach dem wegen Terrorverdachts kurzfristig abgesagten Testspiels gegen die Niederlande mussten sich die Besucher in Hannover strengen Sicherheitskontrollen unterziehen. Die DFB-Elf hatte die Erinnerungen an die schockierenden November-Erlebnisse laut Löw längst aufgearbeitet.
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