Fußball
Ein böser Patzer

Frust herrschte bei Nicola Füllkrug und den Clubspielern nach der Niederlage gegen den Tabellenletzten. Bild: dpa

Zwei Serien reißen: Der 1. FC Nürnberg verliert das erste Mal nach 18 Spielen, der MSV Duisburg gewinnt das erste Auswärtsspiel der Saison. FCN-Trainer Weiler gibt sogleich die Marschroute für den Rest der Saison aus. Zwei Aktionen nennt er "nicht wirklich intelligent".

Nürnberg. Entsetzen in Nürnberg: Ausgerechnet gegen den bis dato auswärts sieglosen Tabellenletzten MSV Duisburg hat der 1. FC Nürnberg im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga böse gepatzt. Nach der Erfolgsserie von 18 Spielen ohne Niederlage verlor der Club am Sonntag mit 1:2 (0:1). "Ein Spiel zum Vergessen", befand FCN-Trainer René Weiler. MSV-Coach Ilja Gruew wertete den Sieg als positives Zeichen im Kampf gegen den Abstieg: Wenn man in Nürnberg gewinnt, könne man auch gegen andere Mannschaften punkten.

Vor 40 169 Zuschauern suchten die Nürnberger 90 Minuten lang nach der Form vergangener Wochen. Kevin Wolze (19. Minute) und Steffen Bohl (60.) sorgten für den überraschenden Duisburger Erfolg. "Wenn du zwei kriegst, ist es natürlich schwierig", sagte FC-Spieler Hanno Behrens. Für die erstmals in dieser Saison im eigenen Stadion besiegten Nürnberger konnte Tim Leibold in der 62. Minute nur noch verkürzen. In der hektischen Schlussphase flogen zwei Nürnberger vom Platz; erst sah Leibold Gelb-Rot (89.), dann Dave Bulthuis Rot (90.+4). "Unnötige Rote Karten, die auch nicht wirklich intelligent waren", rügte Weiler seine zwei Profis.

Der Schweizer gab nach dem Spiel die Marschroute für die kommenden Wochen aus: "Die Träumerei nach vorne sollte jetzt erstmal vorbei sein." Sollte Leipzig am Montagabend in Düsseldorf gewinnen, hätte der Club fünf Spieltage vor Saisonende auf die Sachsen ebenso sechs Punkte Rückstand wie auf Spitzenreiter SC Freiburg. Es wäre eine Vorentscheidung im Kampf um die zwei direkten Aufstiegsplätze.

Das 50. Zweitligaspiel von Weiler verlief nicht nach Wunsch des Schweizers. Es sei nicht gelungen, Druck aufzubauen und den Gegner in Bedrängnis zu bringen, so der Coach. Die Duisburger hätten die Bemühungen gut abgewehrt und offensiv viele Nadelstiche gesetzt.
Ein Spiel zum Vergessen.FCN-Trainer René Weiler.
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