Fußball-EM 2016
"Einfach unglaublich" für die Waliser

Da waren alle im Hause Bale aus dem Häuschen. Das kleine Töchterchen feierte mit Papa Gareth den sensationellen Einzug der Waliser in das EM-Viertelfinale. Bild: dpa

Paris. Gareth Bale konnte es auch lange nach dem Spiel immer noch nicht fassen. "Es ist schwer zu begreifen", sagte der Superstar der walisischen Fußball-Nationalmannschaft nach dem historischen 1:0-Erfolg gegen Nordirland. Dass er und Wales das hart umkämpfte "Battle of Britain II" gewonnen haben sei "einfach unglaublich". Bale kam nach dem erstmaligen EM-Viertelfinaleinzug seiner kleinen Nation aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus.

Dabei hat der Flügelstürmer allein mit seinem Club Real Madrid schon so vieles gewonnen. Doch noch vor einigen Monaten hätte er es wohl für ziemlich unwahrscheinlich gehalten, überhaupt mal mit den Walisern an einem großen Turnier teilnehmen zu können. Jetzt steht das 3-Millionen-Einwohner-Land in der Runde der besten acht Mannschaften des Kontinents - bei der ersten Teilnahme an einer EM-Endrunde überhaupt. Bale feierte diesen besonderen Triumph mit Töchterchen Alba Violet auf dem Rasen des Prinzenparks. "Das mit meiner Familie feiern zu können, war sehr besonders", sagte er.

In der nächsten Runde wartet nun der Sieger der Partie zwischen Belgien und Ungarn. Noch am Sonntagmorgen werden die Waliser in ihr EM-Teamquartier in Dinard zurückkehren. Ob es nun die Belgier oder die Ungarn werden, ist Trainer Chris Coleman egal: "Ich wüsste nicht, wen ich mir von beiden wünschen sollte. Jetzt kommen nur noch starke Gegner."

Das hatte sein Team schon im Achtelfinale gegen die Nordiren gespürt. Sein Team habe nicht gut gespielt, gab Coleman zu. "Das lag aber nicht an uns, sondern daran, dass Nordirland sehr gut gespielt hat". Tatsächlich nahmen die Nordiren dank einer geschickten Taktik vor allem Bale nahezu komplett aus dem Spiel.

Den einzigen Gegentreffer konnten sie aber nicht verhindern. Nach einer starken Flanke von Bale hatte Nordirlands Verteidiger Gareth McAuley (75. Minute) den Ball im eigenen Netz zum Endstand versenkt.

Ich wüsste nicht, wen ich mir von beiden wünschen sollte. Jetzt kommen nur noch starke Gegner.Chris Coleman, Trainer von Wales
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