Fußball-EM 2016
Gemeinsam zum Titel

Dem gemeinsamen Anfeuern der Nationalmannschaft steht auch in diesem Jahr nichts im Weg. Seit 2006 gelten während der EM und WM gesonderte Verordnungen zum Lärmschutz. Bild: dpa

Mittlerweile ist das "Public Viewing" für viele Fans fester Bestandteil bei Welt- und Europameisterschaften. Und auch dieses Jahr gibt es für die zahlreichen Besucher der deutschen Fan-Meilen gute Neuigkeiten.

Berlin. "Public-Viewing" auf öffentlichen Plätzen und Fan-Meilen ist auch bei Spielen der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer möglich. Der Bundesrat stimmte einer Verordnung zu, damit Städte und Gemeinden während der EM vom 10. Juni bis 10. Juli öffentliche Fußballübertragungen - auch in Nachtstunden - genehmigen können, die sonst an den Lärmschutz-Regeln scheitern würden.

Gut jedes zweite EM-Spiel wird erst um 21.00 Uhr angepfiffen. Ab 22 Uhr - wenn gerade erst die zweite Halbzeit beginnt - ist jedoch allenfalls Lärm bis zu 55 Dezibel erlaubt. Weil diese Marke beim "Public Viewing" meist überschritten wird, gibt es seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei großen Turnieren regelmäßig eine Ausnahmeregelung, die nach dem Endspiel wieder außer Kraft tritt.

Genehmigung notwendig


Nach wie vor gilt laut Bundesrat: "Public Viewing" muss vom Veranstalter bei der zuständigen kommunalen Behörde beantragt werden. Die Ordnungsämter wägen dann für jeden Einzelfall zwischen dem besonderen öffentlichen Interesse an den Fußballspielen und dem Schutz der Nachtruhe ab. Die Verordnung ist zeitlich befristet und entspricht weitgehend den für die Fußball-WM 2006, die EM 2008 und die WM 2010 und 2014 erlassenen Vorgaben.
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