Fußball-EM 2016
Neue Regeln für Brych

Felix Brych muss nicht mehr unbedingt "Rot" zeigen. Bei der EM 2016 wird es zur Auslegungssache der Schiedsrichter, ob sie bei Fouls oder Handspielen im Strafraum einen Platzverweis erteilen. Bild: dpa

Wie bei der Weltmeisterschaft in Brasilien wird es regeltechnisch auch in Frankreich einige Neuerungen geben. Besonders die Torlinientechnik und die Dreifachbestrafung stehen im Fokus.

Paris. In Enghien-les-Bains vor den Toren von Paris bereiten sich die 18 EM-Schiedsrichter und ihre Assistenten in einem Trainingscamp auf das Turnier in Frankreich vor. Wie bei der WM 2014 gehört Felix Brych aus München als deutscher Referee zu den Unparteiischen. In Brasilien verhinderte der deutsche Finaleinzug ein längeres Verbleiben Brychs im Turnier.

Zum Team des Juristen gehören auch Mark Borsch und Stefan Lupp als Assistenten an den Seitenlinien, sowie Marco Achmüller, Bastian Dankert und Marco Fritz als Torlinien-Assistenten und Ersatzmänner. Erstmals kommt bei einer EM die Torlinientechnik zum Einsatz. Mit dem Hawk Eye wird dasselbe System verwendet wie in der Bundesliga.

Fingerspitzengefühl müssen Brych und seine Kollegen bei der neuen Regelauslegung bei Fouls oder Handspielen im Strafraum haben. Nur bei Absicht folgt noch eine Rote Karte. Ansonsten wird der Sünder mit Gelb belegt. Die umstrittene Dreifachbestrafung wurde von den Regelhütern des Internationale Football Association Board im März für eine Probezeit modifiziert.

Die EM ist das erste große Turnier, bei dem die Referees die Situation differenziert bewerten müssen. Bisher zog eine Notbremse immer einen Strafstoß für die gegnerische Mannschaft, einen Platzverweis für den foulenden Spieler und eine damit verbundene Sperre des Spielers für mindestens ein Spiel nach sich.

Die 18 Hauptschiedsrichter

Pavel Kralovec (Tschechien) Martin Atkinson (England) Mark Clattenburg (England) Clément Turpin (Frankreich) Felix Brych (München) Viktor Kassai (Ungarn) Nicola Rizzoli (Italien) Björn Kuipers (Niederlande) Svein Moen (Norwegen) Szymon Marciniak (Polen) Ovidiu Hategan (Rumänien) Sergei Karasew (Russland) Damir Skomina (Slowenien) William Collum (Schottland) Milorad Mazic (Serbien) Carlos Velasco Carballo (Spanien) Jonas Eriksson (Schweden) Cüneyt Cakir (Türkei)
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