Fußball-EM 2016
Polen will ersten Sieg bei EM

"Wir werden eine höllische Leistung abliefern für unsere Fans." Zitat: Der Nordire Kyle Lafferty

Robert Lewandowski und seine Polen haben bei der EM Historisches vor. Endlich möchten sie ein Spiel bei der Endrunde gewinnen. Die Nordiren wollen ihnen den Wunsch nicht erfüllen.

La Baule/Saint-Georges-de-Reneins. Auf dem Golfplatz konnte Robert Lewandowski noch einmal abschalten. Vor dem Stresstest gegen EM-Neuling Nordirland im Auftaktspiel suchte der Torjäger des FC Bayern München mit seinen Teamkollegen Grzegorz Krychowiak und Wojciech Szczesny die Ablenkung vom Fußball. Voller Gier wollen die Polen dann am Sonntag (18.00 Uhr/ARD) in Nizza endlich ihren EM-Premierensieg und damit Selbstvertrauen für das Duell mit Deutschland holen. "Die Form wird bei mir und der ganzen Mannschaft immer besser", erklärte Lewandowski.

Aufregung scheint sonst im verschlafenen Stammquartier der Polen in La Baule ein Fremdwort zu sein. "Jetzt haben wir noch keinen Stress, der kommt vielleicht in Nizza", sagte Kapitän Lewandowski vor dem Kräftemessen mit den seit zwölf Spielen ungeschlagenen Nordiren. "Wir müssen die Ruhe bewahren. Das wichtigste ist, dass das Team unbeirrt seinen Weg geht." Das klingt nach der Marschroute von Coach Adam Nawalka. "Ich vertraue der Mannschaft, ihren Fähigkeiten. Jeder verschreibt sich dem Weg, so weit wie möglich zu kommen", sagte Nawalka.

Kamil Grosicki fraglich


Doch der mögliche Ausfall von Kamil Grosicki trübt die Stimmung. Der Legionär von Stade Rennes ist mit seinem Tempo auf der linken Seite wichtig für den polnischen Angriff. Eine Sprunggelenkverletzung erlaubt aber keine gezielte Vorbereitung. Seine Genesung ist ein Wettlauf gegen die Zeit. "Ich werde nur spielen, wenn ich zu 100 Prozent fit bin", beteuerte der 28-Jährige.

Die Nordiren wollen erbittert kämpfen. "Wir sind in Frankreich, um unsere Landsleute stolz zu machen und als Team in Erinnerung zu bleiben, das einen weiten Weg gegangen ist", sagte Goalgetter Kyle Lafferty. Mit sieben Toren war er der beste Angreifer seines Teams in der Qualifikation. Nach einer Verletzung an der Leiste konnte er der BBC zufolge am Freitag das letzte Training vor der Abreise nach Nizza absolvieren. "Ich habe mich nie besser gefühlt", berichtete Lafferty danach.

Vollgas verspricht Trainer Michael O'Neill. Sein Team ist lauf- und zweikampfstark, mit ihrer aggressiven Spielweise wollen die Nordiren ihren Auftaktgegner empfindlich treffen. "Mit einem Spieler wie Lewandowski müssen wir natürlich zurechtkommen", sagte O'Neill, ein Remis oder Sieg sei aber möglich. "Wir werden eine höllische Leistung abliefern für unsere Fans", kündigte Lafferty an.

Wir werden eine höllische Leistung abliefern für unsere Fans.Der Nordire Kyle Lafferty
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.