Fußball-EM 2016
"Schönes Spiel"

Das Design des EM-Spielballs "Beau Jeu" ist aus den französischen Nationalfarben blau, weiß und rot zusammengesetzt. Die silberfarbenen Elemente stehen als Symbol für den EM-Pokal. Bild: dpa

Herzogenaurach. Im Dezember wurde er offiziell vorgestellt: Der EM-Ball "Beau Jeu". Eine Neuentwicklung ist der Spielball aber nicht. Bis auf wenige Ausnahmen ist es derselbe Ball wie bei der Weltmeisterschaft in Brasilien.

Der EM-Ball "Beau Jeu" soll vor allem eins: Gut aussehen. Und das nicht nur, um seinem Namen - zu deutsch "schönes Spiel" - gerecht zu werden. Viel wichtiger noch ist, dass Torhüter wie Manuel Neuer oder Torjäger wie Thomas Müller den Ball gleichermaßen gut wahrnehmen und sich auf seine Flugkurve einstellen können.

"Brazuca"-Update


Technisch ist das offizielle Spielgerät für die Europameisterschaft in Frankreich keine Neuentwicklung, sondern ein optisches Update von "Brazuca", dem WM-Ball aus Brasilien. Streng genommen bleibt der Titel für den am meisten getesteten Ball deswegen auch beim Modell von 2014. Aber auch der Nachfolger hat den Härtetest mit 3500 Schüssen gegen eine Platte überstanden. Laut dem Hersteller Adidas habe die Weiterentwicklung des Balles 18 Monate gedauert. Adidas fertigt "Beau Jeu" wie "Brazuca" aus sechs Panels mit gleicher Form, die verklebt werden und eine nahezu perfekte Oberfläche garantieren sollen. Die Griffigkeit der EM-Version soll allerdings noch besser sein.

Französisches Design


Wie beim Ball für die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 besteht auch das Design von "Beau Jeu" aus den französischen Nationalfarben blau, weiß und rot. Dazu gibt es silberfarbene Elemente als Symbol für den EM-Pokal. Das Gewicht liegt zwischen 420 und 445 Gramm, genauer sind die Angaben nicht.

"Beau Jeu" ist Nachfolger des EM-Balls "Tango 2012", der bei der EM in Polen und der Ukraine eingesetzt wurde. 2008 spielten die Nationalmannschaften mit dem "Europass" in Polen und der Ukraine. Dessen Vorgänger war der Spielball "Roteiro", der für die Europameisterschaft 2004 in Portugal entwickelt worden war.
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