Fußball-EM 2016
"Träumen und weiterarbeiten"

Lyon. Nachdem der Überraschungserfolg zum EM-Auftakt perfekt war, hielt es Italiens Kapitän Gianluigi Buffon nicht mehr in seinem Tor. Der 38-Jährige sprintete über den Platz, sprang an die Latte des gegnerischen Tores, rutschte ab, und landete jubelnd im Netz vor der italienischen Fankurve. "Es hat ein bisschen weh getan. Es war ein Augenblick der großen Emotionen", sagte der Fußball-Nationaltorwart nach dem 2:0 (1:0) seines Teams über Favorit Belgien in der ARD. "Sicherlich war es sehr wichtig, mit einem Sieg zu beginnen."

Auch seine Teamkollegen feierten ausgelassen den überraschenden Sieg, den Stürmer Graziano Pellè mit dem 2:0 in der Nachspielzeit endgültig perfekt gemacht hatte. In einer großen Jubeltraube hüpften sie über das Feld und jubelten den Fans zu. "Das ist eine Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie eine großartige Gruppe ist", lobte Emanuele Giaccherini, Torschütze zum 1:0. "Wir haben es geschafft, diesen Sieg nach Hause zu bringen, der sehr wichtig für uns war."

Weniger euphorisch war Nationaltrainer Antonio Conte, der sich mit einer Verletzung im Gesicht, die er sich beim Torjubel zugezogen hatte, den Fragen der Journalisten stellte. "Unser Ziel bleibt das gleiche: Wir wollen ins Achtelfinale", betonte der 46-Jährige. "Die Erinnerung von vor zwei Jahren ist noch frisch, damals haben wir das erste Spiel gewonnen und sind dann ausgeschieden", sagte er mit Blick auf das Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Italien kann sein kommendes Spiel gegen Schweden am Freitag entspannt angehen. "Wir werden uns ab morgen darauf vorbereiten", versprach Giaccherini. Der eingewechselte Ex-Dortmunder Ciro Immobile kündigte an: "Dieser Sieg gibt uns sicherlich Moral und Selbstbewusstsein. Wir dürfen träumen, müssen aber weiterarbeiten."
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