Fußball-EM 2016
Traumtor von Luka Modric

Der Kroate Luka Modric zieht ab und trifft zum entscheidenden 1:0 gegen die Türkei. Dem Leverkusener Hakan Calhanoglu (hinten) blieb nur die Zuschauerrolle. Bild: dpa

Kroatien ist die Revanche für das EM-Drama von Wien 2008 geglückt. Mit dem Sieg gegen die Türken im EM-Auftaktspiel in Paris ist das Team um Topstar Luka Modric schon auf dem besten Weg ins Achtelfinale.

Paris. Ein spektakuläres Volleytor von Champions-League-Sieger Luka Modric hat den hoch gehandelten Kroaten zum Auftaktsieg bei der Fußball-EM verholfen. Der Mittelfeldstar von Real Madrid erzielte am Sonntag in Paris in der 41. Minute den einzigen Treffer beim verdienten 1:0 (1:0)-Erfolg gegen die enttäuschenden Türken. Damit verschaffte sich Kroatien vor 43 842 Zuschauern in der schweren Gruppe D mit Titelverteidiger Spanien und Tschechien eine gute Ausgangsposition auf dem Weg ins Achtelfinale.

"Wir waren die bessere Mannschaft. Jetzt genießen wir den Sieg, aber wir müssen so weitermachen, dann bin ich überzeugt, dass wir in Europa bestehen können", sagte der frühere Schalker Ivan Rakitic. Der türkische Coach Fatih Terim nahm die Niederlage gelassen. "Wir werden unsere Lehren aus dem Spiel ziehen. Wir wissen aus der Vergangenheit, wir starten immer nicht gut in ein Turnier. Aber wir werden uns verbessern", sagte der Trainer.

Voller Emotionen waren beide Teams in ihre Auftaktpartie gegangen, auch die heißblütigen Fangruppen auf den Rängen gaben schon vor dem Anpfiff alles. Auf beiden Seiten war die Erinnerung an das Drama von Wien bei der EM 2008 noch wach: Die Kroaten waren im Viertelfinale nach 118 Minuten in Führung gegangen, die Türken glichen noch aus und gewannen dann im Elfmeterschießen. Acht Spieler von damals, je vier auf beiden Seiten, waren auch diesmal in Paris dabei.

Volleyschuss von Modric


In einer intensiven Partie waren die Kroaten klar besser. Das Team von Trainer Ante Cacic hatte mehr vom Spiel und tauchte oft vielversprechend im türkischen Strafraum auf. Die Türken hielten zunächst energisch dagegen. In der 29. Minute hatten sie bei einem Kopfball von Ozan Tufan sogar die bis dahin beste Chance der Partie. Danijel Subasic im kroatischen Tor aber hatte gut aufgepasst. Sein Gegenüber Volkan Babacan sah dann beim Traumtor von Modric alles andere als gut aus. Selcuk Inan hatte den Ball mit einem verunglückten Rückzieher zu kurz abgewehrt, der überragende Modric nahm die Kugel direkt und jagte sie per Aufsetzer aus 24 Metern zum goldenen Tor ins Netz.
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