Fußball-EM 2016
Tschechen setzen auf Altstars

Prag. Der Europameister von 1976 - damals noch als Tschechoslowakei - ist Dauergast bei EM-Endrunden. Bereits zum sechsten Mal in Serie ist das Team von Trainer Pavel Vrba in Frankreich dabei.

Tschechien gelang eine souveräne Qualifikation und gewann unter anderem beide Spiele gegen den WM-Dritten Niederlande. Auch beim Turnier in der Gruppe D mit Titelverteidiger Spanien, Kroatien und die Türkei scheint ein Weiterkommen realistisch. Erster Gegner ist am 13. Juni in Toulouse sogleich Spanien. Dann ist allerdings Abwehrspieler Marek Suchy vom FC Basel noch gesperrt.

Startrainer in Tschechien


Vrba ist in seiner Heimat so etwas wie der Coach schlechthin. Der 52-Jährige wurde zum sechsten Mal hintereinander zu Tschechiens Trainer des Jahres gekürt. Anders als etwa bei Bundestrainer Joachim Löw gehören nach wie vor viele Altstars noch zum tschechischen Kader.

Torhüter Peter Cech (FC Arsenal) geht in sein viertes EM-Turnier. Der Kapitän ist als Nummer eins nach wie vor unumstritten. Unklar ist noch die Teilnahme des früheren Dortmunders Tomas Rosicky (35), der seit Monaten verletzt ist. Wird der Arsenal-Profi nicht fit, braucht Vrba auch eine neuen Anführer auf dem Platz. Die meisten Probleme bestehen im Angriff, bester Torschütze in der Qualifikation war Mittelfeldspieler Borek Dockal von Sparta Prag mit vier Treffern.

Aufgebot

Tor: 1 (Rückennummer) Petr Cech (FC Arsenal), 16 Tomas Vaclik (FC Basel), 23 Tomas Koubek (Slovan Liberec)

Abwehr: 2 Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim), 3 Michal Kadlec (Fenerbahçe Istanbul), 4 Theodor Gebre Selassie (Werder Bremen), 5 Roman Hubnik (Viktoria Pilsen), 6 Tomas Sivok (Bursaspor), 8 David Limbersky (Viktoria Pilsen), 17 Marek Suchy (FC Basel)

Mittelfeld: 9 Borek Dockal (Sparta Prag), 10 Tomas Rosicky (FC Arsenal), 11 Daniel Pudil (Sheffield Wednesday), 13 Jaroslav Plasil (Girondins Bordeaux), 14 Daniel Kolar (Viktoria Pilsen), 15 David Pavelka (Kasimpasa Istanbul), 19 Ladislav Krejci (Sparta Prag), 20 Jiri Skalak (FC Brighton), 22 Vladimir Darida (Hertha BSC),

Angriff: 7 Tomas Necid (Bursaspor), 12 Milan Skoda (Slavia Prag), 18 Josef Sural (Sparta Prag), 21 David Lafata (Sparta Prag)

Trainer: Pavel Vrba
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