Fußball-EM 2016
Von Alaba bis Zlatan

Bei der Weltmeisterschaft in Rio waren Thomas Müller und Jérôme Boateng aus der deutschen Nationalelf nicht wegzudenken. Bild: dpa

Ein Mia-san-Mia-Anführer, Italiens aktuelles Fußball-Wahrzeichen oder auch ein großspuriger Schweden-Stürmer: Zahlreiche Stars ringen um den Titel des möglichen Top-Spielers bei der Fußball-EM.

Paris. Der Marktwert liegt über einer halben Milliarde Euro: Die Deutsche Presse-Agentur nominiert eine Elf der potenziellen Top-Stars bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich.

Gianluigi Buffon

38 Jahre/ 155 Länderspiele

Auch nach seiner vierten EM soll für Italiens Fußball-Wahrzeichen im Tor noch lange nicht Schluss sein. Bis zur WM 2018 will der 38-Jährige weitermachen. Für den einzigen verbliebenen Superstar der Squadra Azzurra gibt es auch noch keinen Grund für einen Abschied: Mit 973 Minuten ohne Gegentreffer stellt Buffon mit Juve einen Serie-A-Rekord auf.

David Alaba

23 Jahre/Länderspiele/11 Tore

Die Wahl zu Österreichs Fußballer des Jahres ist reine Formsache. Seit fünf Jahren erhält Münchens populärer Allrounder die Auszeichnung in der Heimat. Im Gegensatz zu seiner Bayern-Hauptrolle als Außenverteidiger darf sich Alaba im Team von Trainer Marcel Koller auch regelmäßig auf seiner Lieblingsposition weiter vorne in Szene setzen.

Sergio Ramos

30 Jahre/130 Länderspiele/10 Tore

Schon beim WM-Titel 2010 und den EM-Triumphen 2008 und 2012 gehört Ramos zu den Säulen des spanischen Teams. Auch mit 30 Jahren ist der erfahrene Routinier noch immer der unumstrittene Abwehrchef bei La Roja und seinem Club Real Madrid. Die Sportzeitung "Marca" kürt den torgefährlichen Verteidiger zuletzt gar zum wertvollsten Nationalspieler Spaniens.

Jérôme Boateng

27 Jahre/57 Länderspiele/0 Tore

Nicht nur Bundestrainer Joachim Löw adelt Bayerns Innenverteidiger mit dem verdienten Prädikat "Weltklasse". Spätestens seit dem Weltmeister-Titel an der Seite von Mats Hummels braucht der Münchner den Vergleich mit dem spanischen Duo Sergio Ramos/Gerard Piqué nicht zu scheuen. Gerade rechtzeitig wieder fit nach Leistenverletzung.

Paul Pogba

23 Jahre/29 Länderspiele/5 Tore

Trotz seiner erst 23 Jahre gilt das Mittelfeld-Talent schon als großer Hoffnungsträger für Frankreichs Heim-EM. Seit seinem Wechsel von Manchester United zu Juventus Turin vor vier Jahren reift der torgefährliche und zweikampfstarke Pogba zum Leistungsträger und Führungsspieler. Bei der WM 2014 in Brasilien wurde er zum besten Nachwuchsprofi gewählt.

Kevin De Bruyne

24 Jahre/36 Länderspiele/11 Tore

Der frühere Wolfsburger steht beispielhaft für die verheißungsvolle Zukunft des belgischen Fußballs. Gemeinsam mit Eden Hazard bildet der ManCity-Profi das Kreativzentrum, und will im Vergleich zum Viertelfinal-Aus bei der WM 2014 die nächste Entwicklungsstufe zünden. Im Champions-League-Halbfinale glückte das nicht.

Antoine Griezmann

25 Jahre/26 Länderspiele/7 Tore

Lange wird das Genie des 1,76 Meter großen Angreifers in Frankreich verkannt. Sein Profidebüt gibt Griezmann in Spanien, bei der Euro 2012 spielt er für das Nationalteam noch keine Rolle, ist zeitweise bei der U21 wegen eines Nachtclub-Besuchs suspendiert. Brilliert für Königsklassen-Finalist Atlético Madrid - und schießt den FC Bayern k.o.

Thomas Müller

26 Jahre/70 Länderspiele/31 Tore

Das Mia-san-Mia-Vorbild vom FC Bayern ist auch ein Anführer im Weltmeister-Team. Die Trefferquote des DFB-Sympathieträgers ist bemerkenswert. Viel wurde über seine Joker-Rolle im Halbfinale gegen Atlético debattiert, aber auch in der deutschen Auswahl musste er schon draußen bleiben: Beim Halbfinal-K.o. 2012 kam er erst spät.

Zlatan Ibrahimovic

34 Jahre/112 Länderspiele/62 Tore

Wieder einmal muss Schwedens Starstürmer großspurigen Worten Taten folgen lassen. "Eine Sache ist klar: Eine WM ohne mich, die ist es nicht wert, dass man sie sich anguckt", ätzt er vor dem Weltturnier in Brasilien. Bei Euro-Turnieren erzielt Ibrahimovic bislang sechs Treffer - und doch kam Schweden mit ihm nie über das Viertelfinale hinaus.

Gareth Bale

26 Jahre/54 Länderspiele/19 Tore

Ohne den blitzschnellen Außenstürmer von Real Madrid läuft bei EM-Debütant Wales nichts. Von elf Treffern in der EM-Qualifikation erzielt Bale sieben und bereitete drei vor. "Nicht ganz ein One-Man-Team", analysiert der "Mirror". "Aber der Umhang eines Superhelden passt ihm perfekt."

Cristiano Ronaldo

31 Jahre/125 Länderspiele/56 Tore

Die Sehnsucht wächst mit jedem Fehlschlag. Der Sturm-Beau von Real Madrid will endlich auch mit Portugal einen großen Titel gewinnen. Vor zwölf Jahren reichte es noch zu Platz zwei, seitdem gab es keine Medaille. Ein Trost wäre vermutlich ein persönlicher Rekord: Drei Treffer fehlen Ronaldo noch auf EM-Toptorjäger Michel Platini.
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