Fußball-EM 2016
Vorfreude bei DFB-Elf

"Ich bin positiv aufgeregt, muss ich gestehen." Zitat: Jonas Hector

Abgeschirmt vor Spionen tüftelt Bundestrainer Joachim Löw am Angriffsplan gegen das Bollwerk der Ukraine. Manuel Neuer und Jonas Hector können den Start kaum erwarten.

Évian-les Bains. Joachim Löws "Geheimplan Ukraine" ist in Arbeit. Abgeschirmt vor neugierigen Blicken der Öffentlichkeit und auch möglicher Spione des ersten Gegners tüftelt der Bundestrainer in Évian-les-Bains mit seinem Turnierpersonal an seinem Roten Faden für einen erfolgreichen EM-Auftakt. Die Spieler warten voller Ungeduld auf die Umsetzung und ihren EM-Anpfiff am Sonntagabend (21.00 Uhr/ARD) im Stade Pierre Mauroy von Lille. "Wir können es kaum erwarten, auf dem Platz zu stehen", sagte Torwart Manuel Neuer am Donnerstag im DFB-Quartier am Genfer See. Die Zeit schleiche dahin.

Neuer meinte das EM-Stadion und nicht den Trainingsplatz, auf dem Löw die taktischen Kniffe einstudieren lässt und die letzten Personalien klären muss. Seit Donnerstag ist der 23-Mann-Kader mit der Ankunft des Nachrückers Jonathan Tah am Genfer See komplett. "Die letzten Tage stehen im Zeichen der Vorbereitung auf die Ukraine", betonte Löw. Der Schwerpunkt in den Übungseinheiten liege darauf, passende Offensivlösungen gegen das von ihm erwartete ukrainische Abwehrbollwerk zu erarbeiten.

"Wenn wir unsere Stärken einbringen, dann werden wir sicherlich ein gutes Spiel machen und einen erfolgreichen Auftakt haben", glaubt der Bundestrainer. Die Spielidee wird final eingeschliffen. "Das soll sich wie ein Roter Faden durchziehen", sagte Löw zur Zielsetzung.

Vier aus Fünf lautet die Personalfrage in der Offensive, verkürzt sogar Julian Draxler oder Mario Gomez? Drei Positionen für die vordersten Linien sind vergeben an Thomas Müller, Mesut Özil - und auch Mario Götze. "Ich habe Mario sehr positiv gesehen in der Vorbereitung", sagte Löw in Évian. Vom Einsatzgebiet des WM-Finaltorschützen hängt maßgeblich die Startposition von Gomez und Draxler ab.

Der Pulsschlag des EM-Debütanten Jonas Hector ist noch ein wenig höher als der seiner erfahrenen Turnierkollegen. "Ich bin positiv aufgeregt, muss ich gestehen. Ich freue mich extrem drauf", sagte der 26-Jährige. "Man merkt, dass es nochmal etwas anderes ist, wenn es auf die EM zugeht." Der 14-malige Fußball-Nationalspieler (1 Tor) ist bei Löw auf der linken Abwehrseite seit knapp zwei Jahren gesetzt. Als einziger Turnierneuling dürfte er am Sonntag gegen die Ukraine in der Startelf stehen.

Ich bin positiv aufgeregt, muss ich gestehen.Jonas Hector
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.