Fußball-EM 2016
Wilmots vorm Rauswurf

Lille. Scherbengericht über Belgiens Cheftrainer Marc Wilmots. Nach dem Scheitern seines hochbegabten Teams im Viertelfinale der Fußball-WM gegen Wales muss der frühere Bundesliga-Profi von Schalke 04 wohl sein Amt aufgeben. Der Verband will "sorgfältige Untersuchungen zum sportlichen und operativen Funktionieren der Nationalmannschaft" durchführen.

Wilmots selbst hatte nach der 1:3-Niederlage in Lille seine Zukunft noch offen gelassen. Sein Abgang gilt in Belgien aber als sicher. Über den 47-Jährigen ist die heftige Kritik hereingebrochen wie die walisische Offensive am Freitagabend über seine Mannschaft. "Stand heute will ich nicht zurücktreten. Aber es ist auf jeden Fall alles möglich", sagte Wilmots noch unter dem Schock des Ergebnisses. Sein Vertrag läuft bis 2018.

In der Kabine soll sogar Thibaut Courtois seinem Trainer gegenüber deutliche Worte gefunden haben. Wie schon nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Italien ("Taktisch deklassiert") schwang sich der Torhüter vom FC Chelsea zum Wortführer der Aufständischen auf. "Wir hatten die gleiche taktische Aufstellung wie gegen Italien - und wieder hat es nicht funktioniert", wetterte Courtois.
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