Fußball
Endlich dauerhaft fit bleiben

Holger Badstuber freut sich auf seine Einwechslung: Der langzeitverletzte Innenverteidiger kam im Pokalspiel gegen den FC Augsburg in der 81. Minute ins Spiel. "Das war kein Risiko", sagte Bayern-Trainer Carlo Ancelotti. Bild: dpa

München. So emotional und schön der wunderbare Pokal-Abend für Holger Badstuber auch war - auf Gänsehautmomente dieser Art möchte der Dauerpatient künftig verzichten. "Das war das letzte Mal, dass ich nach einer langen Verletzung zurückkomme. Ich will jetzt dauerhaft fit bleiben", sagte der Fußball-Nationalspieler nach dem locker-leichten Achtelfinaleinzug des FC Bayern. Überschwänglich wurde Badstuber bei seinem ersten Pflichtspiel seit 259 Tagen gefeiert und bejubelt. "Das geht unter die Haut. Das war wieder ein unglaubliches Gefühl", schilderte es der 27-Jährige.

Bei der Einwechslung in der 81. Minute beim 3:1 (2:0) gegen den FC Augsburg endete die nächste lange Leidenszeit in der schier unglaublichen Verletzungshistorie. Am 1. Dezember 2012 erlitt Badstuber den ersten von zwei Kreuzbandrissen im rechten Knie, musste insgesamt viermal am Gelenk operiert werden. Zwei schwere Verletzungen im linken Oberschenkel und ein Sprunggelenkbruch im Februar stoppten den Innenverteidiger erneut. "Jeder, der Fußball liebt, will, dass Holger fit und gesund bleibt", sagte Philipp Lahm.

Der Kapitän selbst trat beim Führungstreffer nach gut 100 Sekunden als wahrer Ballkünstler auf. "Er ist ja nicht umsonst Weltmeister", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, der sich im Achtelfinale am 7. oder 8. Februar auf ein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg freuen darf. Beim einseitigen Pokal-Auftritt gegen den FCA durfte Rummenigge noch über das erste Pflichtspieltor von Julian Green (41. Minute) und nach dem 1:2 durch Dong-Won Ji (69.) über das 3:1 durch David Alaba (90.+3) jubeln.

"Vielleicht hätten wir es uns etwas einfacher machen können, wenn der Elfmeter von Thomas drin gewesen wäre. Aber das wollte er wahrscheinlich nicht", scherzte Rummenigge. Nachdem Ja-Cheol Koo (48.) mit seinem Elfmeter an Manuel Neuer gescheitert war, versagten Müller (57.) die Nerven vom Punkt. Wieder einmal, denn in diesem Jahr scheiterte er im Champions-League-Halbfinale gegen Atlético Madrid, bei der EM im Viertelfinale gegen Italien und nun gegen den FCA. "2016 ist nicht das Jahr des Elfmeters", sagte der 27-Jährige zerknirscht.

Am Tag der Rotation mit acht Neuen in der Startelf schenkte Trainer Carlo Ancelotti dann Badstuber sogar beim knappen Spielstand von 2:1 das Vertrauen. "Das war kein Risiko. Er hat die Qualität", sagte der Italiener.

Jeder, der Fußball liebt, will, dass Holger fit und gesund bleibt.Philipp Lahm
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