Fußball
Erster Sieg für Schuster

Die Augsburger Spieler jubeln: Dong Wong (links) und der erste Torschütze Jeffrey Gouweleeuw (rechts) freuen sich mit Konstantinos Stafylidis (Mitte), der zum 2:1-Sieg bei Werder Bremen getroffen hat. Bild: dpa

Drittes Pflichtspiel, dritte Niederlage. Werder Bremen rutscht durch das 1:2 gegen Augsburg immer tiefer in die Krise. Damit nimmt der Druck auf den umstrittenen Trainer Viktor Skripnik zu. Dagegen feierte Dirk Schuster seinen ersten Sieg als Coach der Augsburger.

Bremen. Für Werder-Coach Viktor Skripnik wird es nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage immer ungemütlicher. Die Bremer verloren am Sonntag auch das erste Heimspiel der noch jungen Bundesliga-Saison mit 1:2 (1:0) gegen den FC Augsburg. Der bereits seit Monaten in der Kritik stehende Fußball-Lehrer gerät dadurch noch mehr unter Druck.

Der FCA kam vor 39 430 Zuschauern im Weserstadion zu Toren durch Jeffrey Gouweleeuw (52.). und Konstantinos Stafylidis (73.). Für Bremen traf lediglich Aron Johannsson per Foulelfmeter (45.+2).

Noch darf sich der Bremer Coach aber der Rückendeckung durch die Vereinsführung sicher sein. "Wir stehen komplett hinter Viktor Skripnik", sagte Marco Bode, der Boss des Bremer Aufsichtsrates, zur Halbzeit beim Pay-TV-Sender Sky. "Ich finde es unangebracht, zu so einem frühen Zeitpunkt der Saison eine Trainerdiskussion anzufangen. Das wird mit uns nicht passieren." Ähnlich äußerte sich Baumann.

Die mit einem 0:6-Desaster bei Bayern München gestarteten Bremer zeigten eine wenig begeisternde Vorstellung vor eigenem Publikum. Ohne Leistungsträger wie Claudio Pizarro, Max Kruse, Santiago Garcia oder Philipp Bargfrede taten sich die Bremer im Spielaufbau schwer. Gegen den dicht gestaffelten und tief stehenden Abwehrverbund hatten die Gastgeber große Mühe, gefährliche Aktionen zu kreieren.

Die ebenfalls mit einer Niederlage (0:2 gegen Wolfsburg) gestarteten Augsburger präsentierten sich in Bremen lange abwartend, ehe sie in der zweiten Halbzeit stärker aufspielten. Dirk Schuster, der Nachfolger von Markus Weinzierl, ließ sein Team früh attackieren und schnell umschalten. Viele kleine Fehler beim Spielaufbau zeigten aber beide Mannschaften, so dass der Unterhaltungswert für unvoreingenommene Zuschauer gering war.

Im Blickpunkt stand besonders Serge Gnabry. Der vor zwei Wochen geholte Offensivspieler, der mit sechs Toren in sechs Spielen bei den Olympischen Spielen großen Anteil an der deutschen Silbermedaille hatte, gab ein viel versprechendes Debüt. Das 1:0 schoss indes Johannsson. Der US-Spieler aus Island behielt beim Elfmeter die Nerven und ließ FCA-Keeper Marwin Hitz keine Chance, nachdem Martin Hinteregger den in den Strafraum stürmenden Zlatko Junuzovic gefoult hatte.

Beim Augsburger Ausgleich konnte der Niederländer Gouweleeuw unbedrängt einschießen und erzielte so sein erstes Bundesliga-Tor. Auch danach war Augsburg deutlich gefährlicher. Die Augsburger wurden immer stärker und machten Druck. Das verdiente zweite Tor erzielte Stafylidis mit einem wunderschönen direkten Freistoß.
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