Fußball
Es läuft nicht

Der Münchener Daniel Adlung und der Braunschweiger Quirin Moll (rechts) kämpfen um den Ball. Bild: dpa

In Spiel eins nach der Trennung von Trainer Runjaic verliert 1860 München beim Tabellenführer. Interimscoach Bierofka versucht viel, wechselt sogar den Torwart. Ein Olic-Tor reicht jedoch nicht.

Braunschweig. Am Ende einer turbulenten Woche hat auch Interimscoach Daniel Bierofka beim TSV 1860 München nicht für ein Positiverlebnis sorgen können. Im ersten Spiel nach der Trennung von Coach Kosta Runjaic und der Degradierung von Geschäftsführer Thomas Eichin zum Sportdirektor verloren die "Löwen" am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga beim Tabellenführer Eintracht Braunschweig mit 1:2 (0:1). Der starke Schwede Christoffer Nyman (16. Minute) und Torjäger Domi Kumbela (65.) mit seinem bereits neunten Saisontreffer waren für die insgesamt überlegenen Niedersachsen erfolgreich. Ivica Olic konnte vor 20 850 Zuschauern nach einem Torwartfehler verkürzen (72.).

"Wir waren in der ersten Halbzeit nicht präsent genug", sagte Bierofka. Er monierte Körpersprache, Zweikampfhärte und vermisste auch die Disziplin aller Akteure, intensiv mit nach hinten zu arbeiten. Die Abwehr vor dem neuen Torwart Stefan Ortega agierte unsicher. Nach vorne ging lange zu wenig. Die "Löwen" rangieren mit zwölf Punkten unmittelbar vor der Abstiegszone. "Wir müssen die Situation annehmen", sagte Bierofka zu der ablenkenden Unruhe im Verein rund um den eigenwilligen Investor Hasan Ismaik. "Unser Job ist es, dass wir auf dem Platz arbeiten", sagte Bierofa.

Seine erfolgreiche Rettungsaktion am Ende der Vorsaison hatte er noch mit einem 1:0-Heimsieg gegen Braunschweig starten können. Aber die Erfolgsgeschichte wiederholte sich ein halbes Jahr später nicht.

Das Beste aus 1860-Sicht war zur Pause der knappe Rückstand. Das Spiel schien nach etwas mehr als einer Stunde gelaufen. "Aber die Jungs haben dann noch mal ein Zeichen gesetzt", lobte Bierofka. Einen Schuss von Aycicek ließ Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic abprallen, Olic staubte entschlossen ab. In der Nachspielzeit touchierte Romuald Lacazette mit einem Heber den Torpfosten. "Mit ein bisschen Glück hätten wir einen Punkt mitnehmen können", sagte Bierofka.
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