Fußball
Gelungene Generalprobe

Es war sein erster Saisontreffer: Dementsprechend jubelte David Alaba zusammen mit Douglas Costa de Souza, den er in den Schwitzkasten nahm und Juan Bernat (von links). Bild: dpa

Stuttgart. Schon während der Partie verhielt sich Pep Guardiola für seine Verhältnisse außergewöhnlich passiv. Und nach dem routiniert herausgespielten, aber glanzlosen 3:1 (1:0) beim VfB Stuttgart analysierte der Trainer des FC Bayern München den nächsten Pflichtsieg zum immer näher rückenden historischen vierten Titeltriumph in Serie emotionslos. "Ein großes Lob an meine Mannschaft. Es ist nicht einfach, zwischen zwei Champions-League-Spielen", sagte Guardiola.

Kein Esprit


Esprit versprühten seine Bayern am 29. Spieltag der Fußball-Bundesliga kaum. Sportvorstand Matthias Sammer und Franck Ribéry strichen aber die Bedeutung des Sieges für die bevorstehende Aufgabe in der Königsklasse mit dem Rückspiel gegen Benfica Lissabon heraus. "Der Sieg gibt Selbstbewusstsein. Wir sind zum einen glücklich für unsere Lage in der Bundesliga, aber auch im Hinblick auf Lissabon", erklärte Sammer. "Der Sieg ist gut für den Kopf vor dem Spiel am Mittwoch in Lissabon", meinte Ribéry, der in Stuttgart stark spielte. Einziger echter Aufreger dieses wenig spannenden Südschlagers war die frühe Auswechslung des stark gelb-rot gefährdeten Arturo Vidal nach zwei groben Fouls. "Ich wollte kein Risiko eingehen", begründete Guardiola seine Entscheidung nach gerade einmal 27 Minuten. Er habe zudem bemerkt, dass sein Team "einen Spieler nach vorne" benötigt hätte, begründete der Katalane die Hereinnahme von Thomas Müller. So konnten sich die Bayern am Ende über einen phasenweise mühevoll erarbeiteten, aber letztendlich ungefährdeten Erfolg freuen.

Stuttgarter Eigentor


Nach der glücklichen Führung durch ein Eigentor des Stuttgarter Innenverteidigers Georg Niedermeier nach einer scharfen Ribéry-Hereingabe (31. Minute) habe es sein Team gut gemacht. "Vor allem in der zweiten Halbzeit", urteilte Guardiola. David Alaba mit seinem ersten Saisontreffer (52.) und Douglas Costa (89.) sorgten bei einem Gegentor durch Daniel Didavi (63.) für ein standesgemäßes Ergebnis. VfB-Trainer Jürgen Kramny räumte ein: "Unter dem Strich hätte alles passen müssen, um gegen die Bayern etwas zu holen."
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