Fußball
Gladbacher fürchten keine Mannschaft

Nur einmal durften die Gladbacher gegen den SC Freiburg jubeln, denn am Ende stand eine 1:3-Niederlage. In der Champions-League-Partie gegen Manchester City möchte die Mannschaft von Trainer André Schubert für eine Überraschung sorgen. Bild: dpa

Für Borussia Mönchengladbach war 1:3 in Freiburg laut Sportdirektor Eberl nur "ein Betriebsunfall". Im ersten Königsklassen-Gruppenspiel bei Pep Guardiolas Manchester City ist indes eine klare Steigerung vonnöten, um eine Pleite zu verhindern.

Düsseldorf/Manchester. Genießen ja, ergeben nein - Borussia Mönchengladbach fürchtet selbst Manchester City nicht. Angreifer Raffael verspricht vor dem Duell in der Champions-League an diesem Dienstag: "Wir haben vor keiner Mannschaft Angst." Gleich zum Auftakt der europäischen Königsklasse steht die Borussen-Mannschaft von André Schubert vor einer großen Herausforderung: Die Citizens von Kollege Pep Guardiola feierten zur Einstimmung einen 2:1-Sieg im Stadtderby gegen United, Gladbach verlor die Champions-League-Generalprobe beim SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga mit 1:3. "Das wird schnell abgehakt, da es ja am Dienstag zum Glück schon weitergeht", sagt Christoph Kramer: "Wir wissen, dass wir es besser können. Das Spiel in Manchester wird völlig anders."

Vielleicht kommen Manchester City und Guardiola ja sogar gerade zur rechten Zeit: Als der Katalane die Münchner Bayern trainierte, konnte er gegen die Borussen in den vergangenen beiden Spielzeiten nicht einmal gewinnen. Sorgen die Gladbacher nun also auch für eine Überraschung im Nordwesten Englands?

"Ein Highlight"


Nicht zur Verfügung steht Trainer Schubert Patrick Herrmann wegen eines Muskelfaserrisses. Alle anderen sind bereit für die Partie im City of Manchester Stadium am Dienstag (20.45 Uhr/Sky). "Das ist ein Highlight, das wir genießen wollen", sagte Sportdirektor Max Eberl.

Für Gladbachs Gegner ist die Champions-League ein Pflichtprogramm, der Titel das Ziel. In der vergangenen Saison war die Mannschaft unter dem damaligen Trainer Manuel Pellegrini im Halbfinale am späteren Champion Real Madrid gescheitert. Für die Gladbacher, die in der vergangenen Saison zum ersten Mal nach 37 Jahren wieder in der höchsten europäischen Liga mitwirken durften, bleibt die Königsklasse vorerst ein Zauberwort.

So sind die Gegensätze. Die Citizens sind Tabellenführer der Premier League nach vier Erfolgen in vier Spielen. Mut zusprechen muss sich Manchester City auch nicht. "Wie wir trainieren, wie wir spielen - das gibt mir jede Menge Selbstvertrauen", sagte Guardiola (45) über sein Team, in das der viermalige Landesmeister vor der Premierensaison des Star-Trainers viele Transfer-Millionen investierte - unter anderem in den Ex-Schalker Leroy Sané (48 Millionen Euro) oder den früheren Dortmunder Ilkay Gündogan (25 Millionen Euro).

Ohne diese Neuzugänge hatte das damalige Starensemble bereits in der vergangenen Saison gegen die Gladbacher in der Gruppenphase antreten müssen. Manchester gewann beide Partien, zu Hause mit 4:2, in Gladbach mit 2:1. Aber wie betonte Raffael vor seinem 50. Einsatz in einem Vereinswettbewerb der Uefa: "Wir haben vor keiner Mannschaft Angst."
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