Fußball
Gruppensieg muss her

Die deutschen Fußballfrauen (im Bild Melanie Leupolz) wollen sich von Kanada nicht aufs Kreuz legen lassen. Bild: dpa

Im Gruppenfinale der DFB-Auswahl gegen Kanada ist vor allem die Defensive um Abwehrchefin Bartusiak gefordert. Die Spielführerin fordert mehr Kompaktheit, bevor es in der K.-o.-Runde richtig ernst wird.

Brasilia. Im Gruppenfinale des Olympia-Turniers gegen Kanada wollen die deutschen Fußball-Frauen endlich zur Gold-Form auflaufen und mit einem Sieg Selbstvertrauen für die K.-o.-Phase tanken. "Wir wollen gewinnen", verkündete DFB-Spielführerin Saskia Bartusiak das Ziel für die Partie an diesem Dienstag (21.00 Uhr MESZ).

Am Einzug in das Viertelfinale bestehen keine Zweifel. Nur ein Debakel könnte diesen noch verhindern. Doch beim Blick auf das Turnier-Tableau dürfte den Schützlingen von Bundestrainerin Silvia Neid schnell das Motto für das Kanada-Spiel bewusst geworden sein, das da lautet: Verlieren verboten!

Nur Platz eins oder zwei in der Gruppe garantieren, dass man den bisher stark auftrumpfenden Favoriten USA und Brasilien bis zu einem möglichen Endspiel im Maracanã-Stadion aus dem Weg gehen würde. Als Gruppensieger bekäme es der Europameister wie bei der WM im Vorjahr schon im Viertelfinale mit Frankreich zu tun, als Zweiter ginge es gegen Schweden oder China. Auf dem Papier die vermeintlich leichtere Aufgabe.

In den 90 Minuten gegen die bereits für das Viertelfinale qualifizierten Kanadierinnen soll dies aber ausgeblendet werden. "Wir wollen uns steigern. Ich bin zuversichtlich, dass uns das auch gelingt", sagte die im Australien-Spiel völlig indisponierte Innenverteidigerin Annike Krahn. Auch Melanie Behringer versprach einen anderen Auftritt: "Wir werden ein besseres Spiel zeigen als gegen Australien." Bartusiak, die ihr 98. Länderspiel bestreiten wird, fordert vor allem mehr Kompaktheit. "Die hat uns über weite Strecken gefehlt."

Wir wollen uns steigern. Ich bin zuversichtlich, dass uns das auch gelingt.Innenverteidigerin Annike Krahn
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