Fußball
Härtetest und Spitzenspiel

Wenn die Schalker Breel Embolo (rechts) und Eric-Maxim Choupo-Moting heute jubeln, dann nur auf der Tribüne. Denn beide sind verletzt. Bild: dpa

Der FSV Mainz 05 und Schalke 04 sind in der Europa-League noch ohne Niederlage. Gegen die Gruppen-Tabellenführer RSC Anderlecht und FK Krasnodar stehen nun entscheidende Partien an. Mainz erwartet ein Duell auf Augenhöhe, die Schalker plagen große Personalsorgen.

Krasnodar/Mainz. Trotz großer Verletzungssorgen und starker Gegner wollen der FC Schalke 04 und Mainz 05 ihre vielversprechenden Ausgangspositionen in der Europa-League ausbauen. Am Donnerstag stehen beide Fußball-Bundesligisten vor schweren Aufgaben und treffen auf die Spitzenreiter ihrer Gruppe. Die Königsblauen müssen beim russischen Club FK Krasnodar antreten (19.00 Uhr/Sky), die Mainzer empfangen den belgischen Spitzenverein RSC Anderlecht (21.05 Uhr/Sky und Sport1). "Mit drei Punkten im Gepäck hätten wir einen großen Schritt gemacht", sagte der Schalker Matija Nastasic. Ein Sieg würde für beide Teams die Chancen auf die K.-o.-Runde deutlich erhöhen.

Arge Personalsorgen


Die Schalker plagen vor dem Duell jedoch arge Personalsorgen. Nach der schweren Verletzung des Schweizers Breel Embolo muss Trainer Markus Weinzierl in Russland auch auf Eric Maxim Choupo-Moting (Kniereizung) sowie Leon Goretzka, Nabil Bentaleb und Sead Kolasinac wegen "kleinerer Blessuren" verzichten. Das macht die ohnehin knifflige Aufgabe für den Bundesliga-16. noch schwieriger.

Doch im Gegensatz zu dem enttäuschenden Start in die Bundesliga holte Schalke in der Europa-League bislang nur Siege und liegt hinter den punktgleichen Russen auf Rang zwei der Gruppe I. "Wir sind gut in die Europa-League gestartet und wollen in Krasnodar nachlegen. Das wird aber nur klappen, wenn wir bis an unsere Grenzen gehen", sagte der Österreicher Alessandro Schöpf, der ungeachtet der Schalker Verletzungssorgen an eine Fortsetzung der kleinen Serie von zuletzt drei Pflichtspielen ohne Niederlage glaubt. Doch die Ausfälle von gleich mehreren Stammspielern treffen Weinzierl hart. Der Coach hatte gerade erst seine Stammformation gefunden, nun muss er wieder größere Umbaumaßnahmen im Vergleich zum 1:1 in Augsburg am vergangenen Wochenende vornehmen. Stürmer Klaas-Jan Huntelaar als Embolo-Ersatz, Max Meyer, Benjamin Stambouli und Jewgen Konopljanka könnten in die Startelf rutschen.

Ausgeglichenes Duell


Während Schalke-Gegner Krasnodar in der russischen Liga derzeit nur auf Rang sechs liegt, führt Mainz' Kontrahent Anderlecht die belgische Liga souverän an. Dennoch erwartet der Bundesliga-Siebte ein ausgeglichenes Duell. "Wir sehen uns mit Anderlecht auf Augenhöhe. Gemeinsam mit Saint-Étienne kämpfen wir um die ersten beiden Plätze in der Gruppe", prophezeite Verteidiger Stefan Bell.

In der Saison 2014/15 spielte Anderlecht noch in der Königsklasse, insgesamt 33 nationale Meistertitel, neun Pokalsiege und drei Erfolge im Europapokal stehen in der Bilanz der Belgier. "Anderlecht hat eine Top-Mannschaft", urteilte 05-Trainer Martin Schmidt, der nach bislang vier Punkten aus zwei Europa-League-Partien aber auch feststellte: "Die Heimspiele muss man gewinnen, wenn man weiterkommen will."

Gegen Saint-Étienne misslang das Vorhaben vor gut einem Monat beim 1:1. Die Voraussetzungen sind jetzt besser. "Ich habe 19 fitte Spieler plus Torhüter", sagte Schmidt. Ganz wichtig: Fabian Frei und Leon Balogun sind nach Verletzungen wieder bereit. "Beide sind fit. Ob es für die Startelf reicht, muss ich noch entscheiden." Auf große Rotation wird Schmidt im Duell mit seinem Schweizer Landsmann René Weiler aber nicht setzen.
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