Fußball
Hertha im Aufwind

Berlin. Mit einer Anekdote aus der Stadt des deutschen Rekordmeisters leitete Michael Preetz die Berliner Top-Nachricht ein, dass 100-Tore-Stürmer Vedad Ibisevic für weiter zwei Jahre für den Hauptstadtclub spielt. Der Manager von Hertha BSC berichtete mit einem Schmunzeln von der Begegnung mit einem Münchner Taxifahrer. Der hatte Preetz bestätigt: Ihr spielt mutigen Fußball! "Das ist kein Einzelfall", übermittelte Preetz bei der Mitgliederversammlung seine Eindrücke von jüngsten Reisen ins In- und Ausland. 24 Punkte, sechs Heimsiege - der Hertha-Jahrgang 2016 wird als positiver Impuls der Fußball-Bundesliga wahrgenommen.

Nun ist Hertha BSC von Münchner Verhältnissen, genauer von denen des FC Bayern, noch weit, weit entfernt. Doch die Berliner werden mutiger. 103 Millionen Euro haben sie in der Vorsaison ausgegeben, davon mit 46 Millionen Euro so viel wie nie zuvor für das kickende Personal. Die Bayern hatten kurz zuvor für 2015/16 einen Umsatz von 626,8 Millionen Euro vermeldet und einen Gewinn von 33 Millionen Euro. Es gehe darum, "mit gewohnten Konventionen zu brechen, ohne zu vergessen, wo wir herkommen", erklärte Preetz.

Die Nachricht der Nacht zum Dienstag verkündete der Manager auch mit einer Spur Stolz. Top-Torjäger Ibisevic, der für den aktuellen Tabellen-Dritten eben seinen 100. Bundesliga-Treffer markiert hatte, bleibt bis 2019 in Berlin. Die vorzeitige Verlängerung mit dem 32 Jahre alten Bosnier ist für Hertha ein finanzieller Kraftakt. Laut "Bild"-Zeitung soll es im Kontrakt eine Option geben, nach der Ibisevic zu einem Champions-League-Club wechseln könne, falls ein Angebot kommt. Hertha sagte am Dienstag "wie immer zu Vertragsdetails nichts".
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