Fußball
Hertha träumt vom Heim-Finale

Vedad Ibisevic jubelt als zweifacher Torschütze für Hertha BSC beim 3:2-Sieg in Heidenheim. Bild: dpa

Heidenheim. Erstmals seit 35 Jahren stehen die Fußball-Profis von Hertha BSC im Halbfinale des DFB-Pokals und sind dem Traum vom Heim-Endspiel so nah wie nie zuvor. "Wir wollen ganz klar ins Finale", kündigte Mitchell Weiser nach dem 3:2 beim 1. FC Heidenheim an. Sein Trainer Pal Dardai wünschte sich "ein Heimspiel, ganz egal wer kommt."

Letztendlich souverän löste der Bundesliga-Dritte am Mittwochabend die Viertelfinal-Pflichtaufgabe und setzte sich beim Zweitligisten souverän durch. Zwar hatte Arne Feick (10.) die Hausherren vor 11 900 Zuschauern in Führung geschossen, doch der Bosnier Vedad Ibisevic (14./21.) rückte mit einem Doppelschlag die Verhältnisse schnell wieder zurecht. Der Japaner Genki Haraguchi (58.) machte mit seinem Treffer alles klar. Das Anschlusstor von Kapitän Marc Schnatterer per Elfmeter in der 82. Minute kam zu spät.

Nur kurz durfte der Zweitliga-Achte aus Heidenheim von einer Sensation träumen. Nach einer Ecke nutzte Feick einen Fehler von Hertha-Keeper Rune Jarstein und sorgte für die umjubelte Führung. Bei Hertha fehlte kurzfristig der am Knie verletzte Kapitän Fabian Lustenberger - doch das war nicht der Grund für den frühen Rückstand des Favoriten aus der Hauptstadt bei Minusgraden und leichtem Schneefall.

Nicht nur wegen der Kälte kam im kleinen Stadion keine rechte Pokalstimmung auf, denn nur vier Minuten später schlug Ibisevic zum ersten Mal zu. Als Mitchell Weiser den Ball nach einer Flanke des Tschechen Vladimir Darida verlängerte stand der Bosnier goldrichtig. Sieben Minuten später war es wieder der Ex-Bayer Weiser, der den zweiten Ibisevic-Treffer einleitete. Nachdem Herthas Ersatz-Kapitän Sebastian Langkamp kurz nach der Pause mit einem Eigentor fast für den Ausgleich gesorgt hätte, spielten die Berliner wieder souveräner. Wenig später tanzte Haraguchi die Heidenheimer Deckung aus und sorgte für die beruhigende Führung. Nachdem Weiser Robert Leipertz von den Beinen geholt und Schnatterer den Strafstoß verwandelt hatte, wurde es wenigstens in den letzten Minuten noch ein richtiger Pokal-Fight.
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