Fußball
Ismaik hält zu den "Löwen"

Hasan Ismaik. Bild: dpa

München. Bekenntnis zu den "Löwen", harsche Kritik an jahrelanger Misswirtschaft und Forderungen für die Zukunft: Investor Hasan Ismaik ist beim TSV 1860 München in die Offensive gegangen. In einem mehrseitigen offenen Brief sicherte der Geschäftsmann, der nach eigener Angabe schon "nahezu" 50 Millionen Euro in den Club investiert hat, weiter seine Unterstützung zu. Einfach weitermachen wie bisher will Ismaik, zu dem "Löwen"-Präsident Peter Cassalette dieser Tage für ein Gespräch über die prekäre Zukunft des Fußball-Zweitligisten aufbrach, dabei keineswegs.

"Ich bestätige Euch hiermit erneut, dass ich diesen Verein weiterhin voll unterstützen werde, sei es über weitere finanzielle Investments oder auf andere Weise", erklärte der Jordanier in dem Schreiben vom Mittwoch. "Allerdings gibt es einige fundamentale Dinge, die angesprochen werden müssen: In dieser prekären Situation, in der die Mannschaft in den Niederungen der Tabelle verkümmert, hat der Verein keine klare Strategie oder einen Geschäftsplan, der angemessen die derzeit verringerten Einkommensverhältnisse widerspiegeln würde." Darüber fehlt es Ismaik an einer Studie, "die eine überlebensfähige Alternative zur Nutzung der Allianz-Arena aufzeigen würde", wie es der Jordanier formulierte.

Der Geschäftsmann besitzt 60 Prozent der Anteile der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA. Um die im deutschen Profifußball geltende 50+1-Regel einzuhalten, hält Ismaik allerdings nur 49 Prozent der Stimmrechte. "Es macht für mich keinen Sinn, meine Unterstützung zu diesem Zeitpunkt zu beenden, zu dem der Verein auf und neben dem Platz existenziell bedroht ist, und es derartige negative Presseberichterstattungen über offenbarte interne Querelen, finanzielle Probleme und die enttäuschenden sportlichen Leistungen gibt", betonte Ismaik, der die "Löwen" im Jahr 2011 mit einer Anfangsinvestition von 18,4 Millionen Euro vor der Insolvenz rettete. "Für mich ist nicht erkennbar, wofür mein Geld ausgegeben wurde", erklärte er.
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