Fußball
Italien mit Zuversicht und Respekt

Trotz Verletzungssorgen geht Italiens Nationalteam selbstbewusst ins Duell gegen Deutschland. Ciro Immobile (Mitte) lassen Ankündigungen aus dem deutschen Lager kalt. Sein Team-kollege Alessandro Florenzi (links) glaubt, dass Italiens Elf Bedeutendes schaffen kann. Bild: dpa

Die Erfolgsbilanz Italiens gegen Deutschland lässt die Azzurri in der Vorbereitung auf das EM-Viertelfinale kalt. Das Team glaubt an seine Stärken, hat aber auch Respekt vor dem Weltmeister. Zwei angeschlagene Profis machen vor dem Duell noch Sorgen.

Montpellier. Italiens Fußball-Nationalmannschaft bangt vor dem Viertelfinale gegen Deutschland um die angeschlagenen Daniele De Rossi und Antonio Candreva. Die Mittelfeldspieler fehlten am Mittwoch im Training. Es ist fast ausgeschlossen, dass beide für das Duell am Samstag rechtzeitig fit werden. "De Rossi hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Wir schließen nichts aus, aber die Zeit ist gegen uns", sagte Teamarzt Enrico Castellacci.

Mehrere Alternativen


Rechtsaußen Candreva pausiert bereits seit fast zwei Wochen mit einer Adduktorenverletzung. "Sein Zustand hat sich verbessert, aber nicht so, dass er ins Team zurückkehren kann", erklärte Castellacci. Vor allem De Rossis möglicher Ausfall schmerzt die Azzurri, da sein Ersatz Thiago Motta mit einer Gelb-Sperre fehlt. Nationaltrainer Antonio Conte muss daher voraussichtlich das Spielsystem ändern oder im zentralen Mittelfeld improvisieren. Als mögliche Alternativen werden Marco Parolo, Stefano Sturaro oder Leonardo Bonucci genannt.

Trotz der Verletzungssorgen glauben die Azzurri vor dem Viertelfinal-Klassiker am Samstag in Bordeaux an ihre eigene Stärke. Ankündigungen aus dem deutschen Lager, die Geschichte dieses Mal umkehren zu wollen, lassen die Italiener kalt. "Wir haben sie so oft geschlagen, dass sie jetzt vorpreschen, denke ich", sagte der Ex-Dortmunder Ciro Immobile. "Jeder kann sagen, was er will. Auf dem Platz wird sich zeigen, wer der Stärkste ist und wer gewinnt."

Von der Vergangenheit lässt sich das Team nicht beeinflussen. "Man bereitet sich nicht vor, indem man sagt, wir haben vorher gewonnen, also werden wir auch jetzt gewinnen", sagte Alessandro Florenzi. "Wir haben das Bewusstsein, dass wir eine gute Mannschaft sind und wirklich etwas Bedeutendes schaffen können." Die DFB-Auswahl konnte bei einer EM oder WM bislang noch nie gegen Italien gewinnen.

Der Respekt vor der deutschen Elf ist dennoch groß bei der Squadra Azzurra. "Für sie sprechen die Fakten, sie sind Weltmeister, gewinnen viele Partien und haben Vertrauen", sagte Florenzi. "Wir wissen, dass es nicht leicht wird, aber wir wollen diesen Sieg für uns alle."
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