Fußball
Klare Botschaft an Götze

Er weiß Bescheid, wie der Club denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt. Aber am Ende des Tages muss Mario das für sich bewerten.

Auf Begeisterung stößt Götzes Bekenntnis zum Verein beim FC Bayern nicht. Karl-Heinz Rummenigge reagiert vielmehr mit der Ansage, dass die Münchner nicht noch ein viertes Jahr mit dem Weltmeister planen.

Ascona. Mario Götze sprang als Erster aufs Mountainbike, schnallte den Helm fest und radelte flott zurück zum Teamhotel. Das Lächeln hatte der Fußball-Weltmeister zuvor auf dem Trainingsplatz in Ascona nicht verloren, auch wenn ihn am Donnerstag eine deutliche Botschaft aus München erreicht hatte. Karl-Heinz Rummenigge konterte Götzes Bekenntnis zum FC Bayern mit der unmissverständlichen Ansage, dass der deutsche Rekordmeister nicht mehr mit ihm plant.

"Mario wurde alles klar und seriös kundgetan", übermittelte der Bayern-Chef via Fachmagazin "Kicker" (Donnerstag) in die Schweiz. Der Versuch, sich mit seinem Pro-Bayern-Statement eine Atempause in den hitzigen Debatten um seine Zukunft zu verschaffen, ist nach wenigen Tagen schon wieder verpufft. Rummenigge distanzierte sich deutlich: "Er weiß Bescheid, wie der Club denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt. Aber am Ende des Tages muss Mario das für sich bewerten." Götze hat einen bis 2017 gültigen hoch dotierten Vertrag. Der Verein ist immer noch auf eine Trennung eingerichtet.

Zum FC Liverpool?


Zeitungen in Liverpool berichteten zuletzt von 20 Millionen Pfund, umgerechnet 26 Millionen Euro, die der FC Liverpool für Götzes Verpflichtung bezahlen wollte. Der "Kicker" schreibt, dass Trainer Jürgen Klopp seinen ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund bei einem Besuch in Liverpool von einem Umzug nach England überzeugt habe. Sogar ein noch höheres Gehalt als in München sei dem 50-maligen Nationalspieler zugesichert worden. Im Volumen wären bei einem Deal mit Liverpool inklusive eines eingesparten Jahresgehaltes für den FC Bayern in etwa jene 37 Millionen Euro zusammengekommen, die der deutsche Meister 2013 für Götze an Borussia Dortmund gezahlt hatte.

Götze hatte vor der Abreise ins Trainingslager angekündigt, erst bei der EM in Frankreich im Nationaltrikot und anschließend auch noch mal in München "voll angreifen" zu wollen. Der Plan klang gut, zumal Götze knapp zwei Wochen nach seinem Rippenbruch am Donnerstag in Ascona erstmals wieder in einem Geheimtest gegen die U20-Junioren des DFB zum Einsatz kommen sollte.
Er weiß Bescheid, wie der Club denkt, und er weiß, wie der künftige Trainer denkt. Aber am Ende des Tages muss Mario das für sich bewerten.Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge
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