Fußball: Kritik an Regelhütern

Mit ihrem Nein zum Videobeweis und einem merkwürdigen Jein zu einer Entschärfung der viel kritisierten Dreifachstrafe (Elfmeter, Rote Karte und Sperre bei Notbremse im Strafraum) haben die Regelhüter des Weltfußballs Verwunderung und Verärgerung ausgelöst. Dem Ruf als erzkonservativer Bewahrer auch reformbedürftiger Gesetze wurde das International Football Association Board IFAB bei seiner Jahressitzung vor den Toren von Belfast wieder einmal gerecht. "Ich kann da nur den Kopf schütteln. Was eine Gruppe von Sportartfremden und Ahnungslosen da entscheidet, das ist einfach Wahnsinn", echauffierte sich Alexander Rosen.

Der Sportchef von 1899 Hoffenheim ist mit seinem Unmut in der Bundesliga keinesfalls allein. "Dreifachbestrafung kennt die gesamte Rechtssprechung in Deutschland nicht. Ich halte das für fundamental falsch, und habe kein Verständnis dafür, dass daran festgehalten wird", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball im "WDR". Eintracht Frankfurts Trainer Thomas Schaaf flüchtete sich in Ironie: "Wir hatten in letzter Zeit ja genügend Diskussionen, die gezeigt haben, wie wenig sinnvoll diese Regel ist. Aber die Fifa bestimmt, wir leben es."
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