Fußball
Lahm schließt Comeback aus

Philipp Lahm. Bild: dpa

Doha. Für Weltmeister Philipp Lahm käme ein Comeback in der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer auch aus Rücksicht auf die aktuellen DFB-Akteure nicht infrage. "Es wäre auch nicht fair", sagte der langjährige Kapitän am Freitag im Trainingslager des FC Bayern München in Katar und begründete seine Haltung mit dem Verdienst eine Turnierteilnahme.

"Spieler qualifizieren sich dafür. Ich weiß, wie schwierig so eine Qualifikation für die Spieler ist, sich immer wieder zu fokussieren für etwas, dass erst eineinhalb Jahre später kommt, eben die Europameisterschaft. Die Mannschaft ist wieder durchmarschiert in der Qualifikation, dann kann man nicht sagen als Spieler: 'Jetzt komme ich wieder zurück, um das Turnier zu spielen'. So bin ich nicht", erläuterte der langjährige Kapitän der Nationalmannschaft.

Lahm hatte seine DFB-Laufbahn nach dem Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 beendet. Im WM-Finale gegen Argentinien (1:0) bestritt er sein 113. und letztes Länderspiel. Bundestrainer Joachim Löw sucht für die EM in Frankreich weiter einen adäquaten Nachfolger für Lahm auf der Position des rechten Verteidigers. "Wenn ich Entscheidungen treffe, dann habe ich mir die überlegt", sagte der langjährige Leistungsträger in Doha zu einer möglichen Nachfrage von Löw wegen eines EM-Comebacks. "Ich habe schon lange mit dem Thema Nationalmannschaft abgeschlossen."

Lahm hat auch sein Karriereende beim FC Bayern schon terminiert. "Mit 34 ist Schluss", sagte er in Doha. Am 30. Juni 2018 läuft sein Vertrag beim Rekordmeister aus. "Man muss wissen, wann es zu Ende ist", meinte Lahm.
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