Fußball
Leverkusen eine Lachnummer

Stefan Kießling kann's nicht fassen: Bayer 04 Leverkusen blamierte sich beim Drittligisten SF Lotte bis auf die Knochen und schied im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal aus. Bild: dpa

Lotte. In einem Pokal-Herzschlagfinale hat sich Bayer Leverkusen in denkwürdiger Weise blamiert und den Einzug ins Achtelfinale verpasst. Beim 3:4 im Elfmeterschießen präsentierten sich die Drittliga-Kicker der Sportfreunde Lotte am Dienstagabend trotz zweier Paraden von Bayer-Torwart Ramazan Özcan nervenstärker. Schon in den 120 Minuten zuvor war der spielerisch enttäuschende Champions-League-Club nicht über ein 2:2 (1:1, 1:0) hinausgekommen.

Ohne den gesperrten Trainer Roger Schmidt an der Seitenlinie war es für Bayer der früheste Pokal-Knockout seit dem Erstrunden-Aus in der Saison 2011/12. Als Held des Abends erwies sich Lottes Keeper Benedikt Fernandez, der früher selbst jahrelang für Leverkusen aktiv war und gegen seinen alten Club nun drei Elfmeter hielt. Dass Lotte nach der Gelb-Roten Karte für Tim Wendel (79. Minute) lange nur noch mit zehn Mann auf dem Platz stand, fiel nicht ins Gewicht. "Die Enttäuschung ist natürlich riesig. Wenn du in der Verlängerung mit einem Mann mehr führst und dann noch verlierst, dann ist das an Dämlichkeit nicht zu überbieten", kritisierte Sportdirektor Rudi Völler. Ex-Nationalspieler Stefan Kießling befand: "Das darf nicht passieren, dass wir hier verlieren." Der Stürmer zeigte sich tief enttäuscht von einer "sehr schwierigen" Situation. "Das habe ich in meiner ganzen Zeit in Leverkusen noch nicht erlebt."

Der Drittliga-Aufsteiger kassiert damit nicht nur eine Prämie in Höhe von 630 000 Euro, sondern verschärfte auch die sportliche Krise der Leverkusener. Dabei schien Kevin Volland Bayer mit seinen ersten beiden Pflichtspieltoren (25./95.) den Weg früh geebnet zu haben. Doch zunächst brachte Leverkusens Roberto Hilbert (47.) die Gastgeber durch ein Eigentor zurück ins Spiel, ehe Kevin Freiberger (105.+1) nach Vollands zweitem Treffer der erneute Ausgleich gelang. Im Elfmeterschießen scheiterten auf Leverkusener Seite gleich drei Profis: Neben Volland auch Charles Aranguiz und Julian Baumgartlinger.
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