Fußball
"Löwen" endlich auch mit Glück

Die Spieler des TSV 1860 lassen ihrer Freude freien Lauf: Im Elfmeterschießen von Würzburg waren die Sechziger die glücklichere Mannschaft. Bild: dpa

Die Münchner "Löwen" feiern nach vier Punktspiel-Niederlagen im DFB-Pokal ein Erfolgserlebnis. Nach 120 Minuten Kampf haben sie in Würzburg das Glück bei der Elfmeter-Lotterie auf ihrer Seite.

Würzburg. Mit großer Moral und mehr Glück im Elfmeterschießen hat sich der TSV 1860 München im Derby bei den Würzburger Kickers ins Achtelfinale des DFB-Pokals gekämpft. Nach 120 torlosen Minuten setzten sich die "Löwen" am Dienstagabend in dem Duell der beiden Fußball-Zweitligisten mit 4:3 in der Entscheidung vom Punkt durch.

Nach vier Niederlagen nacheinander - darunter ein 0:2 in Würzburg - konnten die Münchner "Löwen" und ihr Trainer Kosta Runjaic wieder einmal jubeln. "Es war ein glücklicher Sieg, den wir gerne mitnehmen. Die Jungs haben sich komplett verausgabt", erklärte Runjaic.

Bei den unglücklichen Kickers schoss Nejmeddin Daghfous vor 12 142 Zuschauern in der Würzburger Arena den letzten und entscheidenden Elfmeter an die Latte. 1860-Torwart Jan Zimmermann konnte zudem den Schuss von Elia Soriano abwehren. "Es war ein typisches Pokalspiel, in dem gefightet wurde. Mir tut es leid für meine Spieler", sagte der enttäuschte Kickers-Coach Bernd Hollerbach.

Der Würzburger Torwart Jörg Siebenhandl war gleich an drei Elfmetern dran, konnte aber lediglich den von Filip Stojkovic an den Pfosten lenken. Das hart erarbeitete Weiterkommen lohnt sich für die Sechziger auch finanziell: Im Achtelfinale gibt es 630 000 Euro als Fixprämie des DFB. Ausgelost wird der Gegner am späten Mittwochabend.

Die Kickers agierten zunächst zielstrebiger. Einen Freistoß des Standard-Spezialisten Daghfous aus 30 Metern musste Zimmermann mit den Fäusten abwehren (30.). 1860-Coach Runjaic brachte zur Pause Victor Andrade, der Tempo ins Münchner Angriffsspiel bringen sollte. Der Brasilianer verletzte sich jedoch bei einem Zweikampf am linken Knie und humpelte wieder vom Platz (67.). Für Andrade kam Levent Aycicek. In der Verlängerung köpfte der eingewechselte Ex-"Löwe" Valdet Rama an die Latte (99.). Auf der Gegenseite verhinderte Kickers-Torwart Siebenhandl bei einem Schuss von Stefan Mugosa das 0:1 (112.).
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