Fußball
"Löwen" im freien Fall

1860-Trainer Benno Möhlmann (rechts) schimpfte wie ein Rohrspatz: Die Münchener verloren auch beim 1. FC Union Berlin und bleiben mehr denn je ein Kandidat für den Abstieg in die 3. Liga. Bild: dpa

Fünf Niederlagen, 1:11 Tore - 1860 München nimmt weiter Kurs auf die 3. Liga. Auch Zweitliga-Tabellenführer SC Freiburg kommt nicht in Schwung und verliert zuhause gegen Düsseldorf.

Berlin. In den Gesichtern der 1860-Profis war nach dem Schlusspfiff pure Resignation zu erkennen. Und tatsächlich sind die Aussichten von Trainer Benno Möhlmann auf eine erfolgreiche Rettungsmission mit den Münchner "Löwen" in der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag weiter dramatisch gesunken. Am 21. Spieltag kassierte der Tabellenvorletzte mit dem 0:3 (0:1) bei Union Berlin bereits die fünfte Niederlage nacheinander. "Die ersten zehn Minuten haben wir verpennt. Wir sind rumgerutscht, als wenn wir uns gar nicht aufgewärmt hätten", schimpfte Trainer Benno Möhlmann im TV-Sender Sky.

Felix Kroos brachte Union im Stadion An der Alten Försterei vor 18 832 Zuschauern in der 6. Minute in Führung. Für die Entscheidung sorgten ausgerechnet der Ex-"Löwe" Bobby Wood (80.) sowie Damir Kreilach (88.). Der Rückstand von 1860 auf den rettenden 15. Platz erhöhte sich auf neun Punkte. Realistisch erscheint inzwischen nur noch der Sprung auf Relegationsrang 16.

Der SC Freiburg hat im neuen Jahr die zweite Niederlage im zweiten Spiel kassiert. Der Bundesliga-Absteiger unterlag am Sonntag Fortuna Düsseldorf mit 1:2 (1:1) und liegt weiter mit sechs Punkten hinter Tabellenführer RB Leipzig. Das 1:0 für die Gäste durch Neuzugang Nikola Djurdjic (27.) nach einer Standardsituation war nicht unverdient. Vincenzo Grifo glich mit seinem neunten Saisontreffer nach einem Handspiel von Axel Bellinghausen per Strafstoß zum 1:1 aus (45.+2). Im zweiten Abschnitt ging aber wieder die Fortuna durch einen abgefälschten Schuss von Sercan Sararer in Führung (69.) und gewann am Ende verdient.

Trotz schwerer Krise erhält Stefan Effenberg beim SC Paderborn noch eine weitere Chance. Der frühere Bayern-Starspieler wird das abstiegsbedrohte Team kommenden Sonntag beim Ostwestfalen-Derby in Bielefeld betreuen. "Er ist sich im Klaren darüber, dass er bisher im Februar noch nicht geliefert hat. Aber er hat mich damit überzeugt, wie er am kommenden Wochenende in Bielefeld spielen lassen will", sagte Vereinspräsident Wilfried Finke einen Tag nach der 0:4-Pleite gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Spitzenspiel in Nürnberg


Raphael Schäfer tat sich bei der Suche nach einem Titel für das spannende Verfolgerduell mit dem VfL Bochum leicht. "Das wird ein absolutes Spitzenspiel", lautete die Vorhersage des Torwartes für das erste Heimspiel des 1. FC Nürnberg 2016. Die Vorgabe des Tabellendritten für die Partie am Montag (20.15/Sky und Sport1) formulierte Torjäger Guido Burgstaller: "Wir haben alle ein Ziel, wir wollen oben dranbleiben." Das Selbstbewusstsein der "Club"-Profis ist nach sechs Siegen nacheinander und insgesamt zehn Punktspielen ohne Niederlage groß. Bis auf die langzeitverletzten Jürgen Mössmer und Rurik Gislason sind alle Mann an Bord.
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