Fußball
"Löwen" wildern in Liverpool

Einer der Großen im internationalen Fußballgeschäft: Top-Manager Ian Ayre vom FC Liverpool. Er soll im Sommer zu den "Löwen" kommen. Bild: dpa

Das wäre eine kleine Sensation: Zweitligist 1860 München bedient sich beim Weltklub FC Liverpool . Der "Löwen"-Investor lässt seine Beziehungen spielen.

München. Der TSV 1860 München steht einem Medienbericht zufolge vor der Verpflichtung von Top-Manager Ian Ayre vom FC Liverpool. Wie der "Münchner Merkur" am Dienstag auf seiner Homepage meldete, soll der 52-Jährige den Fußball-Traditionsverein auf Wunsch von Investor Hasan Ismaik an die Spitze führen. Der jordanische Geldgeber hatte tags zuvor im "Kicker" angekündigt, Ende 2016 oder Anfang 2017 einen Geschäftsführer "von einem der größten Clubs der Welt" zum Zweitligisten zu holen.

Chef von Eichin


Den Namen des Managers verriet Ismaik da noch nicht. Laut "Merkur" soll Ayre als Hauptgeschäftsführer fungieren und Sportchef Thomas Eichin sowie Marketingfachmann Raed Gerges vorgesetzt sein.

Ayre ist seit 2007 beim 18-maligen englischen Meister FC Liverpool aktiv, zuletzt als Vorstandschef. In der Funktion hatte er vor rund einem Jahr Trainer Jürgen Klopp an die Anfield Road geholt. Im März verkündete Liverpool, dass Ayre den Verein nach Auslaufen seines Vertrages im Mai 2017 verlassen werde. Er wolle den Job jemand anderem überlassen, "der die Herausforderungen und Möglichkeiten mit frischem Enthusiasmus und Elan angeht", sagte Ayre damals.

Derweil will 1860 für sein neues Stadionprojekt die Rahmenbedingungen mit der bayerischen Landeshauptstadt nachverhandeln. Dazu soll es am Donnerstag im Rathaus ein kurzfristiges Treffen von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit Vereinspräsident Peter Cassalette und Investor Hasan Ismaik geben. Der Fußball-Zweitligist will als Mieter von Erzrivale FC Bayern aus der Allianz-Arena raus und im Osten der Stadt eine eigenes Stadion bauen.

Geldgeber Ismaik schwebt eine Arena für rund 50 000 Zuschauer vor, das auf dem Messegelände Riem angebotene Grundstück lasse dem Bericht zufolge aber nur ein halb so großes Stadion zu. Die Lösung sei "uns zu klein", sagte Cassalette dem Portal. "Wir wollen jetzt mit dem OB nachverhandeln, ob wir noch ein angrenzendes Grundstück dazubekommen und dann mehr Fläche für einen Neubau hätten." Nach monatelanger Standortsuche bietet Riem den Sechzigern die beste Ausgangslage für das Vorhaben. Der exzentrische Geldgeber Ismaik hatte unter anderem mit dem Vorschlag für Aufsehen gesorgt, neben der neuen Arena ein Zoogehege für echte Löwen bauen zu wollen.
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