Fußball
Mario Gomez muss passen

Ohne den verletzten Stürmer Mario Gomez muss die deutsche Nationalmannschaft die WM-Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Nordirland bestreiten. Bild: dpa

Hamburg. Mit Blick auf die Außenalster schmiedet Joachim Löw in Hamburg den Plan für seinen 93. Sieg mit der Nationalmannschaft - allerdings ohne Mario Gomez. Bei der Suche nach dem Tore-Schlüssel muss der Bundestrainer auf einen seiner Spezialisten verzichten. Der 31 Jahre alte Torjäger musste am Dienstag wegen einer Muskelverletzung seine Teilnahme an den WM-Qualifikationsspielen gegen Tschechien und Nordirland absagen.

Gomez müsse wegen "einer neurogenen Verhärtung in der Gesäßmuskulatur" eine mehrtägige Trainingspause einlegen, teilte der DFB am Dienstagnachmittag mit. Löw verzichtete aktuell auf eine Nachnominierung. In Thomas Müller, Mario Götze und Kevin Volland verfügt der 56-Jährige noch über ausreichend Optionen in der Spitze. Beim 3:0-Auftakt gegen Norwegen war Müller Doppeltorschütze gewesen.

Löw muss seine Jagd auf die letzten Rekorde von Trainer-Legende Sepp Herberger nach Gomez' Absage mit noch 21 Akteuren in Angriff nehmen. Mit dem Punktspiel am Samstag (20.45 Uhr/RTL) gegen Tschechien als "hartnäckigster Gegner" in der Gruppe C überholt der aktuelle DFB-Chefcoach in der Anzahl seiner Länderspiele (dann 140) zunächst Helmut Schön (139). Als Nummer zwei hat er dann nur noch Herberger (167) als Weltmeistercoach von 1954 vor sich. Allerdings interessiert Löw das alles im Hamburger Teamhotel "Le Méridien" herzlich wenig.

Vielmehr muss es dem Bundestrainer nach dem Eintreffen des DFB-Teams in der Hansestadt am Mittwoch darum gehen, die Weltmeister-Equipe im Schnelldurchlauf auf den Doppelpack gegen die unbequemen Tschechen und drei Tage später gegen die kampfstarken Nordiren in Hannover einzustellen. "Diese beiden Heimspiele sind sehr wichtig für uns. Nachdem wir in Norwegen gut in die Qualifikation gestartet sind, wollen wir auch die nächsten Spiele gewinnen und die Tabellenführung in unserer Gruppe behaupten", erklärte Löw. Gelingt das, würde er persönlich mit dann 94 Länderspielsiegen mit Herberger gleichziehen.

Die Schwerpunkte der nur drei Trainingseinheiten - zwei im Stadion des FC St. Pauli am Millerntor und eine im Volksparkstadion - sind klar. Löw will die nach Gomez' Ausfall verbliebenen Rückkehrer Ilkay Gündogan, Jérôme Boateng und Sebastian Rudy schnell wieder einfügen. Dazu wird der Weltmeistercoach von 2014 an jenem Thema arbeiten, das die Mannschaft schon eine gefühlte Ewigkeit begleitet, die mangelnde Effektivität vor dem Tor.

Nachdem wir in Norwegen gut in die Qualifikation gestartet sind, wollen wir auch die nächsten Spiele gewinnen und die Tabellenführung in unserer Gruppe behaupten.Bundestrainer Joachim Löw
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