Fußball
Mit Bundesliga-Power

Nicht nur von seinen Teamkameraden wird David Alaba (links) gefeiert. Auf dem Bayern-Star liegen wohl die größten Hoffnungen bei der EM. Er ist einer von 14 Bundesligaspielern im österreichischen Kader. Bild: dpa

Bei ihrer ersten EM-Teilnahme seit der Rolle als Co-Gastgeber vor acht Jahren setzen die Österreicher auf geballte Power aus der Bundesliga - und auf einen Schweizer.

Wien. Dass der gebürtige Schweizer Marcel Koller das Team Austria zur Endrunde nach Frankreich geführt hat, hat ihn längst zum Lieblings-Eidgenossen in der Alpen-Republik gemacht. Zur Belohnung wurde Kollers Trainer-Vertrag bereits vorzeitig bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2018 in Russland verlängert.

14 Bundesligaspieler


Der Teamchef vertraut bei der Europameisterschaft vor allem auf Profis, die in der Bundesliga aktiv sind. Zuletzt standen 14 Spieler im Austria-Aufgebot, die ihr Geld in Deutschland verdienen. Die Hoffnungen bei der EM ruhen vor allem auf Bayern-Star David Alaba.

Jede Menge Erfahrung bringt zudem das große Kontingent an Spielern aus der Premier League mit. In Christian Fuchs steht auch ein englischer Meister vom Überraschungsteam Leicester City im Kader. Zusammen mit den früheren Bundesliga-Legionären Sebastian Prödl und Kevin Wimmer, inzwischen ebenfalls in der Premier League aktiv, soll Fuchs das österreichische Abwehr-Bollwerk bilden.

Machbare Gruppe


Die Gruppe mit Ungarn, Island und Portugal lässt dem Koller-Team jede Chance, die Gruppenphase zu überstehen. Das Auftakt-Duell mit Ungarn am 14. Juni in Bordeaux dürfte schon eine Art Schlüsselspiel sein.

Aufgebot

Tor: 1 (Rückennummer) Robert Almer (Austria Wien), 12 Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt), 23 Ramazan Öczan (FC Ingolstadt)

Abwehr: 2 György Garics (SV Darmstadt 98), 3 Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew), 4 Martin Hinteregger (Borussia Mönchengladbach), 5 Christian Fuchs (Leicester City), 8 David Alaba (Bayern München), 13 Markus Suttner (FC Ingolstadt), 15 Sebastian Prödl (FC Watford), 16 Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur), 17 Florian Klein (VfB Stuttgart)

Mittelfeld: 6 Stefan Ilsanker (RB Leipzig), 10 Zlatko Junuzovic (Werder Bremen), 14 Julian Baumgartlinger (FSV Mainz 05), 18 Alessandro Schöpf (Schalke 04), 22 Jakob Jantscher (FC Luzern)

Angriff: 7 Marko Arnautovic (Stoke City), 9 Rubin Okotie (1860 München), 11 Martin Harnik (VfB Stuttgart), 19 Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt), 20 Marcel Sabitzer (RB Leipzig), 21 Marc Janko (FC Basel),

Trainer: Marcel Koller
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