Fußball
Nächste Pleite für 1860

Levent Aycicek (Nummer 33) knackte kurz vor dem Pausentee die Stuttgarter Mauer und markierte per Freistoß den Anschlusstreffer. Für den TSV 1860 München aber zu wenig. 1:2 hieß es am Ende. Bild: dpa

Nächste Niederlage für die Löwen: Beim VfB Stuttgart unterliegt der TSV 1860 München mit 1:2. In der Tabelle rücken die Abstiegsränge bedrohlich nahe, und die Luft für Coach Kosta Runjaic wird immer dünner. Selbstkritik? Keineswegs.

Stuttgart. Der TSV 1860 München hat die nächste Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga kassiert und sich noch tiefer in die Krise manövriert. Beim VfB Stuttgart kassierten die Löwen am Freitag ein 1:2 und damit die vierte Niederlage in Serie. Für Erfolglos-Coach Kosta Runjaic wird die Situation immer prekärer. Berkay Özcan (6.) und Simon Terodde (18.) erzielten vor 55 100 Zuschauern die Tore für die Schwaben. Levent Aycicek (36.) traf in der hart umkämpften und aggressiv geführten Partie für die Münchner. In der Tabelle droht am Wochenende der Absturz in die Abstiegszone. "Wir haben Charakter gezeigt", meinte Runjaic. "Nach den schnellen und unnötigen Gegentreffern vor so einer Kulisse zurückzukommen, das war bemerkenswert." Auch Kapitän Jan Mauersberger hob den Auftritt nach den frühen Gegentoren hervor. "Ich glaube, die Körpersprache war okay." Er räumte zugleich aber ein: "Auch in diesem Spiel haben wir mehr Fehler gemacht als der Gegner."

Schon nach knapp sechs Minuten verlor Daylon Claasen am Strafraum den Ball an Carlos Mané, der Özcan steil bediente. Der 18-Jährige ließ Torhüter Jan Zimmermann mit einem Haken aussteigen und schob ein. Gut zehn Minuten später konnte Keeper Zimmermann einen Kopfball von Christian Gentner nicht entscheidend entschärfen, und Terodde staubte ab. Runjaic war schon wieder früh bedient. Dabei hatte er sein Team gleich auf sechs Positionen verändert. Die gegen Düsseldorf enttäuschenden Routiniers Michael Liendl und Kai Bülow sowie Youngster Marnon Busch reisten nicht mit.

Die TSV-Bosse wollten ein Aufbäumen sehen gegen die Talfahrt - und tatsächlich gaben sich die Spieler nach dem frühen Schreck nicht auf. Vor der Pause sorgte Aycicek mit einem Freistoß aus etwas mehr als 20 Metern für den Anschlusstreffer. Nachdem die Stuttgarter mehrere Chancen nicht nutzten, köpfte in der zweiten Minute der Nachspielzeit TSV-Profi Nico Karger den Ball ins Tor. Aber Schiedsrichter Arne Aarnink pfiff die Szene wegen angeblichen Abseits ab - eine Fehlentscheidung.
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