Fußball-Nationalmannschaft
Löw bleibt Bundestrainer

Joachim Löw ist seit 2006 Cheftrainer der Nationalelf. Nur die Weltmeister-Trainer Sepp Herberger und Helmut Schön haben das Team in mehr Länderspielen betreut als er. Nach dem Aus im EM-Halbfinale will der Bundestrainer nun die Verteidigung des Weltmeister-Titels. Bild: dpa

Nach fünf Tagen steigt beim DFB weißer Rauch auf. Joachim Löw bleibt Bundestrainer, was keine echte Überraschung darstellt. Der 56-Jährige sieht weiterhin Potenzial für die Erfüllung seines Lebenswerkes.

München. Diesmal musste die Fußballnation nur fünf Tage auf das erwartete Ja-Wort des Bundestrainers warten. Joachim Löw will Weltmeister Deutschland zur WM 2018 nach Russland führen und dort versuchen, mit einer historischen Titelverteidigung sein Lebenswerk als Fußball-Lehrer triumphal abzurunden. Am Dienstag konnte DFB-Chef Reinhard Grindel nach einem Telefonat mit Löw weißen Rauch aus der Frankfurter Verbandszentrale aufsteigen lassen. Der "Bundes-Jogi" glaubt nach dem Halbfinal-Aus bei der Europameisterschaft weiterhin an das Vermögen in seinem Team, das am vergangenen Donnerstag im Halbfinale mit 0:2 gegen Gastgeber Frankreich verloren hatte.

"Sie war die jüngste Mannschaft im Turnier, ich sehe nach wie vor großes Potenzial. Ich bin sicher, sie wird uns noch viel Freude bereiten, so dass auch meine Freude weiterhin ungebrochen groß ist, mit diesen Spielern zu arbeiten und sie mit Blick auf die WM 2018 in Russland weiterzuentwickeln", äußerte Löw in einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Löws Bekenntnis zu seinem Job, der Nationalelf, dem Verband und seinem gültigen Vertrag bis 2018 ergab sich in einem persönlichen Gespräch mit dem DFB-Präsidenten. "Jogi Löw ist der beste Trainer für diese Mannschaft", erklärte Grindel. Löw hatte bei den deutschen Fans, aber auch bei einigen Beobachtern und Experten für Irritationen gesorgt, als er unmittelbar nach dem K.o. in Marseille gegen die Franzosen seine Zukunft offen gelassen hatte. Damit pflegte er aber im Grunde nur ein schon bekanntes Ritual. Nach der EM 2012 und auch nach dem Triumph bei der WM 2014 in Brasilien gab es das Ja-Wort auch erst mit deutlicher Verzögerung. Ernsthafte Zweifel am Weitermachen des Bundestrainers mit seinem Stab um Teammanager Oliver Bierhoff gab es aber nicht. Löw hatte die EM in Frankreich als Zwischenetappe auf dem Weg nach Russland bezeichnet: "Ich glaube, dass es etwas ganz, ganz Besonderes ist, wenn wir es schaffen würden, den Weltmeistertitel zu verteidigen. Das hat noch keine deutsche Mannschaft in der Geschichte geschafft."

Jogi Löw ist der beste Trainer für diese Mannschaft.DFB-Präsident Reinhard Grindel
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