Fußball-Neuland für FC Bayern

Die Kugeln sind gezogen - und damit stehen die Paarungen für das Achtelfinale in der Champions-League fest. Während die Bayern mit Schachtjor Donezk wieder einmal einen leichteren Gegner erwischt haben, wird es für Schalke, Gladbach und Leverkusen richtig schwer. Bild: dpa

Lasershow und Glühwein locken zum letzten Bayern-Heimspiel des Jahres. 2015 betreten die Münchner dann Fußball-Neuland. In der Champions-League geht es erstmals gegen Donezk. Guardiola kennt die Ukrainer: Er verlor gegen Schachtjor mit Barça sogar schon.

Nach dem beruhigenden Premierenlos Schachtjor Donezk müssen die Bayern-Stars ihren Fokus wieder schnell auf das letzte Heimsspiel des WM-Jahres richten. In der 50. Bundesliga-Partie von Trainer Pep Guardiola soll am Dienstag (20.00 Uhr/Sky) gegen den SC Freiburg unbedingt ein Sieg gelingen, damit die erfolgsverwöhnten Münchner Fußball-Profis und ihre Fans eine Woche vor Weihnachten die Lasershow und Glühwein im Stadion auch richtig genießen können.

Im neuen Jahr steht im Achtelfinale der Champions-League selbst für die so weit gereisten Münchner Kicker Neuland an: In seiner jahrzehntelangen Europapokal-Historie traf der FC Bayern noch nie auf den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk.

"Donezk ist die große Unbekannte im Achtelfinale", erklärte Nationaltorhüter Manuel Neuer. Geprägt wird das Spiel des Teams von Trainer Mircea Lucescu durch zahlreiche brasilianische Akteure. An erster Stelle zu nennen ist dabei Torjäger Luiz Adriano, mit neun Treffern die Nummer 1 in der Torschützenliste der Königsklasse ist. "Ich habe ein bisschen mehr Erfahrung mit dem Gegner, denn Bayern München hat bislang nicht gegen Donezk gespielt. Ich habe wiederholt gegen sie gespielt", erinnerte Guardiola am Montag.

Fünfmal - viermal in der Champions-League und einmal im europäischen Supercup - lief der FC Barcelona unter der Regie von Guardiola gegen Donezk auf. Und im Dezember 2009, als Barça allerdings schon als Gruppensieger feststand, gab es eine 2:3-Heimniederlage gegen die Ukrainer. "Sie haben einen der besten Trainer in Europa. Seine Mannschaft spielt immer gut, sie haben überragende brasilianische Spieler. Ich freue mich auf ein Wiedersehen", erklärte Guardiola vor seinem 50. Bundesliga-Spiel. Mit dem elften Heimsieg in Serie wollen die Münchner Guardiolas glänzende nationale Bilanz mit 41 Siegen, sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen weiter aufhübschen. Zumal von Müdigkeit vor den Spielen gegen Freiburg und zum Jahresabschluss am Freitag beim FSV Mainz nach Ansicht des Trainers nichts zu spüren ist. Die Spieler seien nicht müde, das habe man in Augsburg sehen können, betonte Guardiola.

Beschwerlich ist die Reise zum Königsklassen-Hinspiel am 17. Februar 2015 auch nicht, weil Schachtjor Donezk wegen der Unruhen in der Ostukraine seine Heimspiele im Westen des Landes in Lwiw austrägt. "Ein gutes Omen", sagte Neuer zum Spielort. Denn die deutschen Nationalspieler feierten dort bei der Europameisterschaft 2012 Vorrundensiege gegen Portugal (1:0) und Dänemark (2:1). Donezk muss wegen seiner langen Winterpause auch das Handicap verkraften, ohne echte Spielpraxis in die Duelle mit Bayern zu gehen. Das entscheidende Rückspiel wird am 13. März in München ausgetragen.

"Wir sind sicherlich Favorit", erklärte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge nach der Auslosung in Nyon zum Duell mit dem Club des Oligarchen Rinat Achmetow. Der derzeit verletzte Kapitän Philipp Lahm sprach zwar von einem "gefährlichen Gegner", rechnet aber natürlich mit dem Weiterkommen.

Das Los löste bei den Bayern-Stars mehrheitlich Vorfreude aus. "Ich finde es gut, endlich mal anderes und nicht wieder Arsenal", bemerkte Arjen Robben mit einem Grinsen. Trotzdem warnte der Niederländer vor dem Gegner: "Aufpassen, da spielen ein paar Brasilianer mit, die sind richtig gut."
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