Fußball
Niersbach kämpft

Wolfgang Niersbach. Bild: dpa

Frankfurt/Main. Der frühere DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kämpft wie erwartet juristisch gegen seine Einjahres-Sperre durch die Fifa-Ethikhüter. "Nach Rücksprache mit meinen Anwälten werde ich Berufung einlegen", teilte Niersbach der Deutschen Presse-Agentur mit.

Er habe den Deutschen Fußball-Bund über diesen Schritt informiert und am Mittwochmorgen mit seinem Nachfolger Reinhard Grindel telefoniert. Dabei gehe es ihm auch darum, eine schriftliche Begründung für das Urteil zu erhalten, sagte Niersbach der "Bild". "Ich kann nur wiederholen, dass ich das Urteil für überzogen halte, und bin es mir deshalb auch selber schuldig, dagegen anzugehen."

Damit beschert Niersbach dem deutschen Fußball eine Hängepartie in der Frage um seine internationalen Ämter als Mitglied des Uefa-Exekutivkomitees und des Fifa-Councils. Diese Posten verliert Niersbach durch eine Sperre. Die Uefa hatte aber bereits angekündigt, über eine Nachbesetzung erst nach rechtlichen Schritten des 65-Jährigen zu entscheiden. Eine komplette Aufhebung der Strafe durch die Fifa-Berufungskommission wäre ungewöhnlich. Allerdings haben vergangene Fälle gezeigt, dass Niersbach womöglich auf eine Reduzierung der Sperre hoffen darf.
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