Fußball
Nürnberg will Platz drei sichern

Die Erfolgsserie des 1. FC Nürnberg ging zuletzt jäh zu Ende. Mit einem Heimsieg über Union Berlin könnte der Club zumindest den dritten Platz untermauern. Bild: dpa

Der SC Freiburg kann sein Ziel Wiederaufstieg frühzeitig erreichen. Voraussetzung: Ein Sieg gegen Duisburg und eine Nürnberg-Niederlage gegen Berlin. Auch RB Leipzig möchte den nächsten Schritt zum Bundesliga-Aufstieg machen.

Berlin. Der SC Freiburg kann an diesem Wochenende die direkte Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt machen. Der Zweitliga-Spitzenreiter muss am Freitag gegen Schlusslicht MSV Duisburg gewinnen - und der 1. FC Nürnberg einen Tag später zu Hause gegen Union Berlin verlieren. Die Breisgauer hätten dann bei noch drei ausstehenden Partien zehn Punkte Vorsprung auf Rang drei. Der Aufstieg könnte ihnen dann nicht mehr streitig gemacht werden.

Freiburgs Trainer Christian Streich hält den großen Vorsprung seines Teams für erstaunlich. "Dass wir da stehen mit so vielen Punkten, ist unglaublich", sagte der Coach: "Die 2. Liga ist so ausgeglichen, auch wenn das Tabellenbild das nicht hergibt." Es ist allerdings kein Hexenwerk, dass die souveräne Wiederkehr in Liga eins nach zuletzt acht Siegen in den zurückliegenden neun Partien bevorsteht.

Dem Tabellen-Dritten aus Nürnberg scheint im finalen Aufstiegsrennen etwas die Energie abhanden gekommen zu sein. Nach der famosen Serie von 18 Spielen ohne Niederlage setzte es zuletzt gleich zwei Niederlagen. Offensivspieler Niclas Füllkrug glaubt, dass die Erfolgsserie Kraft gekostet hat: "Das hat man vielleicht auch bei den beiden Niederlagen gesehen."

Der 23-Jährige glaubt angesichts von sechs Punkten Rückstand auf den Zweiten RB Leipzig und sieben auf Primus Freiburg nicht mehr an den direkten Aufstieg. "Wir müssen den 3. Platz sichern, das ist das Wichtigste", stellte er klar. Dafür muss der "Club" am Samstag (13 Uhr) die zuletzt stark aufstrebenden Berliner bezwingen. Denn sollte den FCN die dritte Niederlage in Serie ereilen und der FC St. Pauli am Freitag in Düsseldorf gewinnen, ist der Relegations-Rang bei dann nur noch vier Punkten Vorsprung in Gefahr.

Ähnlich optimistisch wie Freiburg kann RB Leipzig den Schlussspurt im Aufstiegsrennen angehen. Nur einen Zähler hinter dem SC deutet alles auf die Leipziger Bundesliga-Premiere in der kommenden Saison hin. Vor allem, wenn am Montagabend (20.15 Uhr) beim 1. FC Kaiserslautern ein Sieg gelingt.

Nach dem Trainerwechsel von Benno Möhlmann zu Daniel Bierofka ist beim TSV 1860 München eine Jetzt-erst-recht-Stimmung eingekehrt. Vor dem im Abstiegskampf eminent wichtigen Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig hat sich Sponsor Hasan Ismaik zu Wort gemeldet. "Ich wünsche mir sehr, dass jeder einzelne unserer Spieler nach dem Abpfiff von sich behaupten kann: Ich habe heute mein letztes Hemd für 1860 gegeben." Bei einer Niederlage würden die Chancen der "Löwen" auf den Ligaverbleib drastisch sinken.
Weitere Beiträge zu den Themen: 1. FC Nürnberg (143)Fußball 2. bundesliga (29)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.