Fußball
Nur drei Weltmeister nominiert

"Der Confed-Cup ist eine Zwischenstation, wo wir unsere Erfahrungen machen. Über allem stehen die WM 2018 und der Weg nach Moskau." Zitat: Bundestrainer Joachim Löw

Frankfurt/Main. Joachim Löw macht aus der WM-Generalprobe ein Mega-Experiment. Mit sechs Neulingen, darunter dem 29 Jahre alten Sandro Wagner von 1899 Hoffenheim, tritt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beim Confederations-Cup in Russland an. Der Bundestrainer nominierte am Mittwoch neben Wagner erstmals auch Lars Stindl (Mönchengladbach), Marvin Plattenhardt (Hertha), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Amin Younes (Amsterdam) und Diego Demme (Leipzig) für das Turnier vom 17. Juni bis 2. Juli.

"Sandro Wagner hat eine andere Art und Weise zu spielen", erklärte Löw seine überraschendste Entscheidung. Der Hoffenheimer bringe "eine besondere Note" in das Geschehen: "Er hat in den letzten zwei Jahren in der Bundesliga viele Tore erzielt." Auch Torhüter Kevin Trapp von Paris Saint-Germain hat noch kein Länderspiel bestritten, war aber im A-Aufgebot bereits dabei.

"Das ist ein Sommer mit besonderen Herausforderungen", sagte Löw bei der Bekanntgabe seines Aufgebots in der DFB-Zentrale. Zahlreiche etablierte Kräfte bekommen eine Pause. Im Perspektivkader für den Konföderationen-Pokal stehen in Matthias Ginter, Julian Draxler und Shkodran Mustafi nur noch drei Weltmeister. Ein Comeback des Bremers Max Kruse im DFB-Team wird es nicht geben. "Der Confed-Cup ist eine Zwischenstation, wo wir unsere Erfahrungen machen", sagte Löw und betonte nochmals: "Über allem stehen die WM 2018 und der Weg nach Moskau. Die WM ist das allergrößte Turnier."

Das stark veränderte Löw-Team wird in der Gruppe B zunächst am 19. Juni in Sotschi gegen Australien antreten. Drei Tage später folgt die Partie in Kasan gegen Chile. Am 25. Juni ist wieder in Sotschi Afrikameister Kamerun der Kontrahent. Acht Nationen nehmen an dem Turnier ein Jahr vor der WM-Endrunde in Russland teil. In der Gruppe A spielen WM-Gastgeber Russland, Europameister Portugal sowie Mexiko und Neuseeland.

Hoffenheims Mittelfeldspieler Kerem Demirbay hat sich nach seiner Nominierung klar zum DFB-Team bekannt. "Ich habe mich entschieden, für Deutschland zu spielen, da ich hier geboren wurde und aufgewachsen bin und mich auch mit der Deutschen Nationalmannschaft identifiziere", teilte der 23-Jährige mit. Demirbay hatte einst für Junioren-Teams der Türkei gespielt. Nach Medienberichten bemühte sich der in Herten geborene Fußballprofi Demirbay kürzlich sogar um einen türkischen Pass. Er habe sich aber kurzfristig für die DFB-Auswahl entschieden.

Kader Confed-Cup

Torhüter: Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kevin Trapp (Paris Saint-Germain). Abwehr: Mattias Ginter (Borussia Dortmund), Jonas Hector (1. FC Köln), Benjamin Henrichs (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Marvin Plattenhardt (Hertha BSC), Antonio Rüdiger (AS Rom). Niklas Süle (Hoffenheim). Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Kerem Demirbay (Hoffenheim), Diego Demme (RB Leipzig), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Leon Goretzka (FC Schalke), Sebastian Rudy (Hoffenheim), Leroy Sané (Manchester City), Lars Stindl (Bor. Mönchengladbach), Sandro Wagner (Hoffenheim), Timo Werner (RB Leipzig), Amin Younes (Ajax Amsterdam).

Der Confed-Cup ist eine Zwischenstation, wo wir unsere Erfahrungen machen. Über allem stehen die WM 2018 und der Weg nach Moskau.Bundestrainer Joachim Löw
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.