Fußball
Nur gedämpfte Freude bei Klopp

Liverpool. Jürgen Klopp steht trotz des nahen Einzugs ins englische Ligapokal-Finale im Zentrum einer Debatte um sein Personal und seine aggressive Taktik. Nach der Verletzung von zwei weiteren Leistungsträgern des FC Liverpool beim 1:0-Sieg im Halbfinal-Hinspiel bei Stoke City kam bei Coach Klopp nur wenig Freude auf. "Es liegt ein extrem großer Schatten über dem Spiel, den wir nicht ignorieren können", sagte der Fußballlehrer.

Weil nun auch Philippe Coutinho und Dejan Lovren pausieren müssen und damit die Liste der Ausfälle auf elf anwuchs, machte sich der Trainer entgegen seiner bisherigen Haltung für Verstärkungen im Winter stark. "In einer Situation ohne Innenverteidiger sollten wir darüber nachdenken", sagte Klopp. Neben Lovren werden Martin Skrtel, Mamadou Sakho und wohl auch Kolo Toure bei Klopps FA-Cup-Debüt am Freitag in Exeter nicht einsatzbereit sein. In den englischen Medien wird immer wieder der Dortmunder Neven Subotic als Neuzugang gehandelt. Die Engländer nahmen m Mittwoch erst mal Mittelfeldprofi Marko Grujic von Roter Stern Belgrad unter Vertrag, liehen den 19-Jährigen aber zunächst sofort wieder an den serbischen Hauptstadtverein aus. Der Leihvertrag endet am Saisonende, danach soll Grujic für Liverpool spielen.

Derweil übte ein Ex-Liverpool-Coach Kritik an den Trainingsmethoden. "Fünf Oberschenkelverletzungen auf einmal können kein Zufall sein", monierte Graeme Souness, der die Reds zwischen 1991 und 1994 coachte. Sportlich gesehen läuft es wieder für Klopp. Das 1:0 in Stoke durch den Treffer von Jordon Ibe (37. Minute) öffnete das Tor zum Ligapokalfinale weit auf.
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