Fußball
Pep will das Beste für Mario

Immer wieder Mario Götze. Auch direkt nach der Länderspielpause sieht sich Pep Guardiola mit diesem Dauerthema konfrontiert. Der Spanier lobt den Verschmähten wieder in höchsten Tönen. Wann Arjen Robben zurückkehrt, kann auch der Bayern-Coach nicht absehen.

München. Die Lobhudelei von Pep Guardiola auf den so bitter Verschmähten Mario Götze klang zumindest wohltuend. "Mario ist einer der besten Spieler, den ich in meiner Karriere getroffen habe", schmeichelte der spanische Star-Trainer des FC Bayern München dem von ihm in den vergangenen Monaten kaum noch berücksichtigten Nationalspieler. "Er ist 100 Prozent professionell."

Nicht weiter gebracht


Dennoch hat den 23-Jährigen diese Einstellung nicht näher an eine Dauerbeschäftigung im Ensemble des deutschen Fußball-Rekordmeisters herangebracht. Auch vor dem ersten Bundesligaspiel nach der Länderspielpause am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen das abstiegsbedrohte Eintracht Frankfurt darf spekuliert werden, ob Götze nach seiner Tor-Therapie im DFB-Dress beim 4:1 gegen Italien mal wieder für die Münchener ran darf. "Alle Spieler müssen bereit sein", betonte Guardiola am Freitag.

Nach seiner Verletzung im Nationalteam Anfang Oktober kam Götze seit seiner Genesung beim FC Bayern in diesem Jahr nur auf magere 53 Spielminuten gegen Werder Bremen. Öffentliche Kritik an seinem angeblich zu geringen Trainingspensum gab es obendrein. "Er macht alles, um fit zu sein", beteuerte Guardiola nun. "Während meiner Zeit in München habe ich nie schlecht über Mario Götze gesprochen, weil er mir keinen Grund gegeben hat, um schlecht über ihn zu reden." Guardiola möchte nach eigener Aussage nur eines: "Ich will das Beste für Mario."

Das Beste für die Münchener wäre ein erfolgreiches Warmspielen gegen Frankfurt. Denn am Dienstag müssen die Bayern schon im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Benfica Lissabon ran. "Nach Frankfurt denken wir an Benfica", betonte der Spanier. "In diesem Moment ist Frankfurt für uns das Wichtigste, weil es in fünf, sechs Wochen vorbei ist." Dann will sich Guardiola am liebsten mit Titeln zu Manchester City in die englische Premier League verabschieden.

Hessen sehr aggressiv


Guardiola beschrieb die Hessen als "sehr aggressiv". Zudem bedeute ein Trainerwechsel immer "neuen Enthusiasmus, neue Ideen". Das werden die früheren Bayern-Profis Niko und Robert Kovac sicher gerne hören. Doch die Statistik nach Länderspielpausen spricht eindeutig für die Triple-Jäger aus Bayern: Die vergangenen 13 Partien nach einer Unterbrechung für Nationalmannschaften konnte der Rekordmeister alle gewinnen. Zudem blieben die Hessen in den vergangenen sieben Bundesligaduellen mit dem FC Bayern ohne Treffer.
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