Fußball
Pique sagt adios

Madrid. Eigentlich müsste Gerard Piqué in Spanien als Fußball-Legende gefeiert werden: 2010 wurde er mit der Nationalelf Weltmeister, 2012 Europameister, und zusammen mit wenigen anderen, darunter Lionel Messi und Andrés Iniesta, hält der 29-Jährige mit vier Titeln den Rekord für die meisten Champions-League-Siege. Stattdessen gibt es immer wieder Buh-Rufe und Pfiffe, wenn der 1,92-Meter-Mann den Platz betritt. Grund: Der aus Barcelona stammende Innenverteidiger setzt sich offen für die Unabhängigkeit seiner Heimatregion Katalonien von Spanien ein. Nach einem weiteren Aufschrei der Empörung hat Piqué nun die Konsequenzen gezogen: Nach der WM 2018 will er nicht mehr für das Nationalteam antreten.

Was war passiert? Beim WM-Qualifikationsspiel in Albanien, das Spanien 2:0 gewann, soll Piqué die Ärmel seines Trikots angeblich so manipuliert haben, dass die spanischen Nationalfarben nicht mehr sichtbar waren. Dies behaupteten zumindest böse Zungen. "Ich bin all diese Kritik leid. Was heute Abend passiert ist, war nur ein weiteres Beispiel dafür", erklärte der Freund von Popsängerin Shakira resigniert. "Auch, wenn ich nach der WM erst 31 Jahre alt sein werde, werde ich zurücktreten." Allerdings sei dies keine spontane Entscheidung gewesen, sagte Piqué. "Ich habe immer alles für Spanien gegeben, aber einige Leute wollen mich nicht im Team."
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