Fußball
Ribéry ist wieder da

Traumtor, Comeback, Dreier: Jetzt zählt für die Bayern nur noch die Champions-League. Gefeiert wird ein Tor-Genie, glücklich ist ein Bankdrücker. Wie gegen Frankfurt reicht es gegen Benfica aber nicht.

München. Den großen Trubel um Franck Ribéry hielt der kleine Bruder Steeven fix mit einem Handy-Foto fest. Umringt von der Reporterschar freute sich der französische Publikumsliebling nach seinem ersten Pflichtspieltreffer in diesem Jahr noch ein bisschen mehr auf das nahende Champions-League-Viertelfinale des FC Bayern.

"So ein Tor habe ich noch nicht gemacht. Das war sehr speziell für mich und die Fans", frohlockte der gefeierte Ribéry nach seinem spektakulären Seitfallzieher. "Ich arbeite jeden Tag viel, kämpfe für die Mannschaft. Das ist auch gut für den Kopf und das Spiel am Dienstag." Und möglicherweise ist es auch gut für einen neuen üppig dotierten Vertrag beim Fußball-Rekordmeister.

Ribérys artistische Einlage hielt die Münchnern beim 1:0 gegen die hochgradig abstiegsbedrohte Frankfurter Eintracht weiter auf Kurs zum historischen vierten Meistertitel in Serie und verhinderte vor dem Duell mit Portugals Meister Benfica Lissabon unnötige Turbulenzen. "Wir haben drei Punkte geholt, dementsprechend gibt es auch nichts zu meckern, aber die Qualität wird für Dienstag nicht reichen", konstatierte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Am Dienstag soll in München der Grundstein für das Weiterkommen gelegt werden, eine Woche später steht das Rückspiel in Lissabon an. "Jetzt fokussieren wir uns auf Benfica", erklärte Pep Guardiola gleich nach einer Partie, die eher Testspielcharakter hatte als dass sie ein richtiger Härtetest war.

Der Starcoach staunte über das "Wahnsinns-Tor" von Ribéry und lobte die Leistung Götzes, der so lange wie seit Anfang Oktober nicht mehr auf dem Platz stand. Das Comeback von Javi Martínez nach zwei Monaten Verletzungspause und zum Start von möglicherweise neun Spielen im April ging ein bisschen unter.

"Was Mario gemacht hat, ist nicht einfach, wenn man nicht oft spielt. Wir brauchen Mario für den Rest der Saison", lobte Guardiola den bis zur Auswechslung in der 85. Minute mit 11,2 Kilometern lauffreudigsten Bayern.
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