Fußball
Spanien heiß auf Revanche

Am 27. Juni besiegten die Italiener (links Graziano Pelle) Spanien (rechts Gerard Piqué) im EM-Achtelfinale mit 2:0. Heute kommt es in der WM-Qualifikation zur Neuauflage. Bild: dpa

Bei der EM in diesem Jahr warf Italien Spanien im Achtelfinale aus dem Turnier, vier Jahre zuvor fegte "La Roja" die "Azzurri" im Endspiel vom Platz. Jetzt treffen die beiden großen europäischen Fußballnationen in der WM-Quali-fikation aufeinander.

Rom/Madrid. Vierfacher Weltmeister gegen dreifacher Europameister: Vor dem ersten Duell mit Italien in der WM-Qualifikation steht Spanien am Donnerstag in Turin der Sinn nach Revanche. Unvergessen ist die 0:2-Niederlage am 27. Juni in Saint-Denis, als die Italiener im EM-Achtelfinale alle Träume der Spanier von einer erneuten Titelverteidigung zunichte machten.

Mit leichten Siegen gegen Israel beziehungsweise Liechtenstein waren die "Azzurri" und "La Roja" in die Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft gestartet, nun wird es ernst. Denn nur der Gruppenerste reist 2018 direkt nach Russland, der Zweite muss in die Relegation. Da wollen die Spanier im direkten Vergleich lieber gleich an die EM 2012 anknüpfen, als sie die Italiener im Finale von Kiew mit 4:0 vom Platz fegten.

"Wir werden uns nicht mit einem Remis zufriedengeben", versicherte für die Spanier der offensive Mittelfeldmann Vitolo. Der Profi von Europa-League-Seriensieger FC Sevilla war bei der EM nicht dabei und avanciert nun unter dem neuen Trainer Julen Lopetegui zur Stütze der Iberer. Er soll in Turin von Anfang an spielen.

Wie viele Fans setzt auch der 26-Jährige darauf, dass der Weltmeister von 2010 unter dem neuen Coach zu alter Stärke zurückfinden wird. Bei den ersten Spielen nach der EM präsentierte sich das Team um die Routiniers Gerard Piqué, Sergio Ramos und Andrés Iniesta Anfang September bereits in Topform: Die als sehr stark eingeschätzten Belgier wurden auswärts mit 2:0 geschlagen, Liechtenstein ging im ersten WM-Quali-Duell mit 8:0 unter.

In Turin wird Lopetegui wieder auf Offensive setzen und Vitolo, Diego Costa und David Silva von Anfang an aufs Feld schicken. Der frühere Bayern-Torwart Pepe Reina fasste die Taktik zusammen: "Vorne Druck machen, über die Außen und direkt spielen, mutig agieren", sagte der Neapel-Profi. "Italien ist ein schwieriger Gegner. Wir werden sehr gut spielen müssen, sind aber vorbereitet."

Einen Spanier werden die italienischen Spieler und wohl auch die Zuschauer besonders im Auge haben: Álvaro Morata, der von 2014 bis 2016 für Juventus Turin spielte, am Donnerstag also auf vertrautem Rasen kickt. "Ich werde alles geben, um Morata zu decken, einen der stärksten", sagte Verteidiger Leonardo Bonucci.

Balotelli nicht im Aufgebot


"Das ist ein schwieriges Spiel, es wird wichtig, aber nicht entscheidend", sagte Italiens Coach Giampiero Ventura. Nicht dabei ist Verteidiger Giorgio Chiellini nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Israel. Gesetzt sind der Ex-Dortmunder Ciro Immobile und sein Stürmerkollege Andrea Belotti. Ein prominenter Name wird am Donnerstagabend fehlen: der wiedererstarkte Mario Balotelli. Trotz seiner zuletzt ansprechenden Leistungen bei seinem neuen Club OGC Nizza nahm Ventura den 26-Jährigen nicht ins Aufgebot für die Partien am Donnerstag in Turin und drei Tage später in Skopje gegen Mazedonien.

Italien ist ein schwieriger Gegner. Wir werden sehr gut spielen müssen, sind aber vorbereitet.Der spanische Nationaltorwart Pepe Reina
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