Fußball: Sportgericht greift nach Spielabbruch hart durch - 2:0-Wertung für SV Wildenau
Drei Rothenstädter Spieler lange gesperrt

Weiden. (af) Selten hat das Sportgericht des Fußballkreises Amberg/Weiden so harte Strafen ausgesprochen. Als Folge des Spielabbruchs bei der Partie zwischen dem VfB Rothenstadt und SV Wildenau in der A-Klasse Ost am 30. August (wir berichteten) hat das Gremium unter Vorsitz von Lorenz Gebert (Pirk) drei lange Sperren für Rothenstädter Spieler verhängt. Zudem wurde die Begegnung für Rothenstadt mit 0:2 als verloren gewertet. Die Geldstrafe von 120 Euro, inklusive Verfahrenskosten, ist eher als nebensächlich zu betrachten.

In seinem Urteil folgte das Sportgericht letztlich der Stellungnahme des Schiedsrichters Andreas Kink junior, die in weiten Teilen mit der des SV Wildenau übereinstimmte. Demnach war der Abbruch "aufgrund der Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter gerechtfertigt".

Wie lauten nun die Sperren? Der eigentliche Verursacher Domagoj Andabaka muss seine Fußballschuhe bis zum 9. November in die Ecke stellen. In der 80. Minute hatte der VfB-Akteur nach einer Schiedsrichterentscheidung wutentbrannt den Ball mit großer Wucht auf den Boden geworfen, so dass dieser dem Unparteiischen ins Gesicht sprang. Der Referee zeigte daraufhin dem Übeltäter die Rote Karte und brach die Begegnung ab. In das Strafmaß floss zugunsten des Spielers ein, dass Kink junior keine Verletzungen davongetragen hat.

Eine Woche länger, also bis zum 16. November, wurde Ugur Köse aus dem Verkehr gezogen. Nach Überzeugung des Sportgerichts beging der Mittelfeldakteur eine Tätlichkeit an einem am Boden liegenden Spieler des SV Wildenau. Zudem leistete er sich einen Schubser und einen unkontrollierten Flaschenwurf. Die mildeste Strafe erhielt Ilker Dag. "Unsportliches Verhalten" und "üble Beleidigungen gegenüber dem Schiedsrichter" bestrafte das Gericht mit einer "fußballlosen Zeit" bis zum 28. Oktober.

Eine Geldstrafe von 50 Euro muss zudem ein Linienrichter des VfB Rothenstadt bezahlen. Dieser hatte auf dem Weg in die Kabine seine Linienrichter-Fahne in Richtung Schiri geworfen, ihn aber verfehlt.
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