Fußball
Walldorf hat gut lachen

Walldorf. Trainer Matthias Born unterbrach grinsend das Interview und legte seinen Arm um Nico Hillenbrand: "Darf ich Ihnen den Rekordtorschützen des FC Astoria Walldorf im DFB-Pokal vorstellen?" Das Erfolgsduo der Nordbadener hatte gut lachen. Der noch einzige verbliebene Viertligist im Wettbewerb blamierte nach seinem Erstrunden-Erfolg gegen den VfL Bochum auch den SV Darmstadt 98 und warf den Bundesligisten am Mittwochabend mit 1:0 (1:0) raus. Im Achtelfinale fordert Walldorf nun am 7./8. Februar Arminia Bielefeld. "Bielefeld spielt zweite Bundesliga und ist der klare Favorit, aber wir werden alles geben, um vielleicht noch eine Runde weiter zu kommen", kommentierte Born die Auslosung.

Überraschend war nicht nur das Ergebnis des Duells zwischen dem Tabellen-13. der Regionalliga Südwest und dem Tabellen-13. der Bundesliga, sondern die Art und Weise: Die wieselflinken Walldorfer zeigten sich spielerisch mindestens gleichwertig, hatten sogar die bessere Raumaufteilung. Was da bei den "Lilien" schiefgelaufen ist? "Dämliche Frage!", schimpfte der völlig aufgebrachte Sportdirektor Holger Fach. "Das hat doch jeder gesehen: Walldorf war von der ersten bis zur letzten Minute die bessere Mannschaft."

Das Weiterkommen wird den Amateuren mit mehr als einer halben Million Euro versüßt. Der FC Astoria nagt allerdings nicht am Hungertuch: Der Club wird von SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp unterstützt, auch wenn der Milliardär in erster Linie Mäzen des großen Nachbars 1899 Hoffenheim ist.
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