Fußball
Werders Wahnsinns-Rettung

Werders Siegtorschütze Papy Djilobodji jubelt nach dem Schlusspfiff. Bild: dpa

Bremen. Werders Wahnsinns-Rettung zwei Minuten vor dem Ende einer verkorksten Saison hat in Bremen die Diskussionen über die Zukunft von Trainer Viktor Skripnik nicht gestoppt. Die ausgelassene Nicht-Abstiegsparty verdrängte die großen Probleme beim Fußball-Bundesligisten nur für eine kurze Nacht. Nach dem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt begann die grün-weiße Feier mit einem friedlichen Platzsturm und dem Schulterschluss von Mannschaft und Fans auf dem Rasen und endete in den Kneipen und Clubs der Stadt erst weit nach Mitternacht.

"Ich bin stolz und froh, dass wir durch sind. Es war nicht vergnügungssteuerpflichtig, was wir in den letzten Wochen gemacht haben", gestand Manager Thomas Eichin. Geschäftsführung und Trainerteam wollen nun analysieren, warum Werder erneut gegen den Abstieg spielen musste und sich erst am letzten Spieltag retten konnte. So eng war es noch nie. "Wir müssen die richtigen Rädchen bewegen, damit so etwas nicht noch einmal passiert und wir eine gewisse Konstanz in unser Spiel bringen", kündigte Eichin an.

Auf die Frage, ob Skripnik auch nächste Saison auf der Trainerbank sitzen wird, gab es kein eindeutiges Ja oder Nein. "Wir diskutieren erstmal mit Viktor. Wir haben uns klar positioniert, dass wir mit ihm durch die schwere Zeit gehen, und die schwere Zeit ist noch nicht beendet", sagte Eichin. Er verwies auf die starken Aufsteiger aus Freiburg und Leipzig in der nächsten Spielzeit.

Der Ex-Profi wiederholte die Aussage am Pfingstmontag im TV-Sender Sport1 und kündigte eine zügige Vertragsverlängerung mit Torjäger Claudio Pizarro an. Eichin traut dem so cool wirkenden Skripnik, der nach dem Siegtor von Papy Djilobodji in der 88. Minute förmlich explodierte und seinen Emotionen freien Lauf ließ, offensichtlich genug Nervenstärke für die nächste Saison zu: "Er hat das gegen Frankfurt ruhig und bedacht gemacht. Da mache ich mir keine Sorgen.".

Das Zittern um den Bundesliga-Verbleib geht dagegen für Eintracht Frankfurt weiter. Am Donnerstag und Montag müssen die Hessen in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg ran. Noch vor wenigen Wochen wäre das ein Erfolg gewesen. Immerhin: Die Vorbereitung auf die Relegation begann bei Eintracht Frankfurt mit einer aufmunternden Nachricht. "Ich denke, dass es gut aussieht bei Alexander Meier. Vielleicht ist er gegen Nürnberg sogar von Anfang an dabei. Auf jeden Fall wird er uns helfen", sagte Sportdirektor Bruno Hübner.
Weitere Beiträge zu den Themen: Fußball (1553)Werder Bremen (24)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.