Fußball
Witz-Karte beim "Löwen"-Sieg

Sebastian Hertner (rechts) begreift die Welt nicht: Der Spieler des FC Erzgebirge Aue klärte den Ball, auf der Torlinie liegend, eindeutig mit dem Kopf. Schiedsrichter Thorben Siewer (hinten) wollte jedoch ein Handspiel gesehen haben. Die folgenschwere Fehlentscheidung: Platzverweis und Elfmeter für den TSV 1860 München. Bild: dpa

Der TSV 1860 München schießt sich gegen den FC Erzgebirge Aue aus der Krise. Die "Löwen" schenken den Gästen ein halbes Dutzend ein. Mehr noch sorgte aber ein unberechtigter Platzverweis samt Elfmeter für Diskussionen.

München. Beim TSV 1860 München wird wieder gejubelt. Nach dem Pokalerfolg bei den Würzburger Kickers konnten die "Löwen" mit einem schwungvollen 6:2 (3:1) gegen Aufsteiger Erzgebirge Aue auch die Talfahrt in der 2. Fußball-Bundesliga stoppen. "Wir haben Aue hergespielt, nur nicht über 90 Minuten. So klar wie das Ergebnis, war es nicht", sagte der zweifache Torschütze Levent Aycicek. Mit dem höchsten Saisonsieg zog das Team von Trainer Kosta Runjaic am Freitagabend mit 11 Punkten in der Tabelle an Aue (10) vorbei.

"Ich freue mich. Es war sehr emotional, ein schöner Abend", kommentierte Runjaic. Und es war zunächst ein Abend der ruhenden Bälle. Der stark spielende Aycicek verwandelte einen Freistoß direkt (16. Minute). Und der in die Mannschaft zurückgekehrte Spielmacher Michael Liendl schoss zwei Elfmetertore (23./43.). Nach der Pause waren vor 16 600 Zuschauern in Überzahl Sascha Mölders (49.), erneut Aycicek (72.) und Daniel Adlung (90.) erfolgreich.

"Das war eine gute Woche für uns", meinte Liendl, der zuletzt zweimal nicht im Kader stand: "Das war nicht ganz einfach wegzustecken für mich."Für Aue trafen Pascal Köpke (28.) und Cebio Soukou (55.). Die Gäste durften mit dem Schiedsrichter hadern. Thorben Siewer deutete beim Stand von 2:1 für 1860 eine Kopfballabwehr von Sebastian Hertner auf der Torlinie als Handspiel. Er entschied auf Strafstoß und Rote Karte (42.) - eine krasse Fehlentscheidung. Die fehlende Souveränität in Überzahl verärgerte 1860-Sportchef Thomas Eichin: "Ich bin sogar ein bisschen angefressen, dass man sich nach dem 4:1 so verhält. Wir müssen uns nicht in den Armen liegen." 1860 steckte aber immerhin das weiter verschärfte Verletzungspech nach dem Kreuzbandriss des Brasilianers Victor Andrade weg.
Weitere Beiträge zu den Themen: TSV 1860 München (42)2. Bundesliga (72)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.